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Südkorea schickt 5000 Tonnen Reis nach Nordkorea

Die Hilfslieferung soll den Opfern der schweren Überschwemmungen vom vergangenen August zugute kommen. 100'000 Menschen werden davon 100 Tage leben können.

Die Nothilfe läuft an: Südkorea greift Nordkorea mit 5000 Tonnen Reis unter die Arme.
Die Nothilfe läuft an: Südkorea greift Nordkorea mit 5000 Tonnen Reis unter die Arme.
Keystone

Zum ersten Mal seit fast drei Jahren hat Südkorea wieder eine Hilfslieferung nach Nordkorea auf den Weg gebracht. Ein Schiff mit 5000 Tonnen Reis lief am Dienstag aus dem Hafen von Gunsan aus. In der chinesischen Grenzstadt Dandong soll der Reis auf Lastwagen umgeladen und in die nordkoreanische Stadt Sinuiju gebracht werden. Dort waren bei schweren Überschwemmungen im August zahlreiche Felder und Häuser zerstört worden.

Mit dem Reis aus Südkorea können nach Angaben des Roten Kreuzes etwa 100'000 Menschen rund 100 Tage lang ernährt werden. Die letzte südkoreanische Reislieferung für den kommunistischen Norden erfolgte im Dezember 2007. Anfang 2008 stoppte der damals neugewählte südkoreanische Präsident Lee Myung-bak die Hilfslieferungen und knüpfte die weitere Unterstützung an Zugeständnisse Pyongyangs im Streit um sein Atomprogramm.

Zeichen der Entspannung

Die Spannungen zwischen den beiden koreanischen Staaten kulminierten im März nach dem Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffs «Cheonan», bei dem 46 Seeleute ums Leben kamen. Internationalen Ermittlern zufolge wurde die «Cheonan» von einem nordkoreanischen Torpedo versenkt.

In jüngster Zeit gab es allerdings wieder Zeichen der Entspannung. Gesten der Versöhnung von nordkoreanischer Seite - etwa die Freilassung eines in Nordkorea inhaftierten Amerikaners - werteten Beobachter als Zeichen dafür, wie dringend das Land nach dem Hochwasser vom August auf internationale Hilfe für die Flutopfer angewiesen ist.

dapd/pbe

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