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Süd- und Nordkorea geben sich die Hand

Erstmals seit über zwei Jahren haben die koreanischen Nachbarländer direkte Gespräche geführt. Im Grenzort Panmunjom haben die Vertreter über Details eines Ministertreffens verhandelt.

Suchen eine Lösung für den stillgelegten Industriepark Kaesong: Regierungsvertreter von Nord- und Südkorea in der Grenzregion.
Suchen eine Lösung für den stillgelegten Industriepark Kaesong: Regierungsvertreter von Nord- und Südkorea in der Grenzregion.
Keystone

Nach den heftigen Spannungen in den vergangenen Monaten haben Süd- und Nordkorea am Sonntag Gespräche über eine Annäherung aufgenommen. Nach einer ersten Runde am Vormittag (Ortszeit) sollten die Gespräche am Nachmittag fortgesetzt werden.

Zum Auftakt der Arbeitsgespräche im Grenzort Panmunjom hätten die Vertreter beider Länder über den Ort, Zeitpunkt und Themen eines von Südkorea vorgeschlagenen Ministertreffens verhandelt, sagte ein Sprecher des Vereinigungsministeriums in Seoul vor Journalisten. Beide Seiten suchen nach Möglichkeiten, den vom kommunistischen Regime in Pyongyang zwangsweise stillgelegten gemeinsamen Industriepark Kaesong wieder in Betrieb zu nehmen. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Überraschendes Treffen

Nordkorea war am Donnerstag überraschend auf Südkoreas Forderung nach Regierungsgesprächen eingegangen. Seoul hatte für nächste Woche Ministergespräche vorgeschlagen. Das bisher letzte Treffen zwischen Ministern beider Länder liegt schon sechs Jahre zurück.

Beide Seiten wollen über die Normalisierung gemeinsamer Wirtschaftsprojekte einschliesslich eines Industrieparks im nordkoreanischen Kaesong reden. Dort steht der Betrieb seit zwei Monaten still. Auch humanitäre Fragen sollen erörtert werden.

Nach dem nordkoreanischen Atomtest im Februar hatte sich der Streit um das Atomprogramm des Landes zugespitzt. Pyongyang hatte angesichts der Ausweitung von UNO-Sanktionen mehrfach Kriegsdrohungen gegen Südkorea und die USA ausgestossen.

SDA/wid

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