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Schimmelpilz und Pestizid in der Nationalspeise

Giftiger Reis wurde in Japan als Nahrung verkauft. Der Skandal hat den Landwirtschaftsminister das Amt gekostet.

Seiichi Ota trat am Freitag nach nur sieben Wochen an der Spitze des Agrarministeriums zurück. Der mit Schimmelpilzen und Pestiziden kontaminierte Reis war eigentlich für die Verwendung in der Industrie bestimmt, gelangte aber in den Handel und wurde tausenden Menschen als Nahrungsmittel verkauft.

Der Reis aus China, Vietnam und den Vereinigten Staaten wurde an Lebensmittelkonzerne, Schulen, Kindertagesstätten und Altenheime geliefert, wie die Regierung erklärte. Die Konzentration der Pestizide habe die Grenzwerte überschritten, seien aber zu niedrig gewesen, um gesundheitliche Schäden hervorzurufen. Berichte über Erkrankungen durch den verschmutzten Reis gab es nicht.

Chemiefirmen verkaufen Reis als Nahrung

Die Behörden haben einen Reishändler in Osaka ausgemacht, der den nicht zum Verzehr bestimmten Reis an 370 Lebensmittelhändler verkaufte. In Medienberichten hiess es, auch mehrere Chemieunternehmen, darunter ein Hersteller von Klebstoffen, hätten den Reis als Nahrungsmittel verkauft.

Der Rücktritt des Landwirtschaftsministers ist ein weiterer Rückschlag für den noch amtierenden japanischen Ministerpräsidenten Yasuo Fukuda, der ebenfalls schon seinen Rücktritt erklärt hat. Das Landwirtschaftsministerium hat in den vergangenen zwei Jahren bereits fünf Minister erlebt.

AP/se

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