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Reuters-Journalisten in Burma zu sieben Jahren Haft verurteilt

Die zwei Reporter hätten mit ihren Recherchen zu gezielten Tötungen durch das Militär «Staatsgeheimnisse verletzt». International hagelt es Kritik.

sep
Die beiden Journalisten wurden in Handschellen abgeführt. (Video: Tamedia/Reuters)

Ein Gericht in Burma hat zwei Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters zu jeweils sieben Jahren Haft verurteilt. Beide hätten «Staatsgeheimnisse verletzt», urteilte der Richter Ye Lwin am Montag.

Die beiden Reuters-Journalisten wurden nach dem Urteil in Handschellen abgeführt. (3. September 2018)
Die beiden Reuters-Journalisten wurden nach dem Urteil in Handschellen abgeführt. (3. September 2018)
AP Photo/Thein Zaw, Keystone
Kyaw Soe Oo (C) beim Verlassen des Gerichts.
Kyaw Soe Oo (C) beim Verlassen des Gerichts.
Lynn Bo Bo, Keystone
Wa Lone (links) und Kyaw Soe Oo im Reuters-Büro in Rangun am 11. Dezember 2017.
Wa Lone (links) und Kyaw Soe Oo im Reuters-Büro in Rangun am 11. Dezember 2017.
Antoni Slodkowski, Reuters
Die Angehörigen der Verurteilten warten auf das Urteil.
Die Angehörigen der Verurteilten warten auf das Urteil.
Matthew Tostevin, Reuters
«Ein Resultat, dass ich in Vietnam oder Kambodscha erwartet hätte»: Phil Robertson, Vizedirektor von Human Rights Watch's in Asien.
«Ein Resultat, dass ich in Vietnam oder Kambodscha erwartet hätte»: Phil Robertson, Vizedirektor von Human Rights Watch's in Asien.
@Reaproy/Twitter.com/, Reuters
Human Rights Watch's hält sich kurz: «Sieben Jahre für das Berichten der Wahrheit.»
Human Rights Watch's hält sich kurz: «Sieben Jahre für das Berichten der Wahrheit.»
@hrw/Twitter.com, Reuters
Die Assistance Association for Political Prisoners Burma (AAPP): Heute ist ein schwarzer Tag für die Meinungsfreiheit in Burma.
Die Assistance Association for Political Prisoners Burma (AAPP): Heute ist ein schwarzer Tag für die Meinungsfreiheit in Burma.
@AAPP_burma/Twitter.com, Reuters
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Die beiden Reporter waren im Dezember im Zusammenhang mit ihren Recherchen zur Tötung von Angehörigen der muslimischen Rohingya-Minderheit durch das Militär verhaftet worden. Seither sassen sie im berüchtigten Insein-Gefängnis in Rangun ein.

International wurde das Verfahren gegen die Journalisten scharf kritisiert. Befürchtet wird eine weitere Verschlechterung der Pressefreiheit in Burma. Das Urteil gegen die beiden aus Burma stammenden Journalisten Wa Lone und Kyaw Soe Oo war bereits in der vergangenen Woche erwartet, dann aber verschoben worden.

UNO spricht von «Völkermord»

Die Minderheit der Rohingya wird in Burma seit langem diskriminiert. Die Lage eskalierte im vergangenen Jahr, nachdem Rohingya-Rebellen bei Angriffen rund ein Dutzend Sicherheitskräfte getötet hatten. Das Militär reagierte mit brutaler Gegengewalt und zerstörte zahlreiche Rohingya-Dörfer. Mehr als 700'000 Rohingya flohen seit vergangenem August vor dem Militär ins Nachbarland Bangladesh.

Die UNO stuft das Vorgehen gegen die Rohingya als «ethnische Säuberung» ein. Im März sprach die UN-Sonderberichterstatterin für Burma, Yanghee Lee, erstmals von einem «Völkermord».

(AFP)

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