Zum Hauptinhalt springen

Polizei verfolgt neue Spur

Nach dem Bombenanschlag in Bangkok mit 20 Toten laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Nun ist ein weiterer verdächtiger Mann ins Visier der Polizei geraten.

Der Verdächtige Yusufu M. bei einer Tatortbegehung in Bangkok. (9.9.2015)
Der Verdächtige Yusufu M. bei einer Tatortbegehung in Bangkok. (9.9.2015)
Rungroj Yongrit, Keystone
Verdächtiger gefasst: Auf Tafeln wurde nach «Thailands meistgesuchtem Mann» gefahndet. (23. August 2015)
Verdächtiger gefasst: Auf Tafeln wurde nach «Thailands meistgesuchtem Mann» gefahndet. (23. August 2015)
Keystone
So hat der Unglücksort ausgesehen: Der Erawan-Schrein im Jahr 1999.
So hat der Unglücksort ausgesehen: Der Erawan-Schrein im Jahr 1999.
AFP
1 / 36

Auf der Suche nach den Tätern hinter dem Bombenanschlag mit zahlreichen Toten in Bangkok verfolgt die Polizei eine neue mögliche Spur. Auf Bildern einer Überwachungskamera ist zu sehen, wie ein Mann in einem blauen T-Shirt ein Paket von einer Fussgängerbrücke an den Ort wirft, an dem am vergangenen Dienstag ein Sprengsatz explodierte.

Die Bilder wurden am Samstag veröffentlicht. Bei dieser Explosion wurde niemand verletzt, allerdings sorgte der Vorfall für weitere Unruhe in der Stadt, nachdem am Vortag bei einem Anschlag auf einen religiösen Schrein 20 Menschen getötet worden waren.

Die Behörden hatten erklärt, eine Verbindung zwischen den beiden Explosionen nicht auszuschliessen. Polizeisprecher Prawut Thavornsiri sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Bilder aus der Überwachungskamera würden ausgewertet, um festzustellen, ob der darauf zu sehende Mann als Verdächtiger einzustufen sei. «Wir müssen diese Information überprüfen, die Situation ist noch immer verwirrend», sagte er.

Plastiktüte mit schwerem Gegenstand

Das Video wurde wenige Minuten nach der Explosion vom Montag aufgenommen. Zu sehen ist, wie der Mann in dem blauen T-Shirt etwas Schweres in einer Plastiktüte trägt, zum Rand der Fussgängerbrücke geht, die Tüte abstellt und dann sein Handy benutzt.

Etwa eine Minute später stösst er die Tüte mit dem Fuss in einen Kanal unter der Brücke. Am Tag darauf ereignete sich in dem nahe einem Touristenort gelegenen Kanal eine Explosion. Verletzte gab es aber nicht.

Noch 56 Menschen im Spital

Bislang konzentrierte sich die Fahndung nach dem Drahtzieher des Anschlags vom Montag auf einen mutmasslichen Hauptverdächtigen in einem gelben T-Shirt. Dieser war beobachtet worden, wie er einen schweren Rucksack unter einer Bank an dem Schrein platzierte. Kurz darauf ereignete sich die Explosion, bei der 20 Menschen getötet wurden.

Prawut zufolge ist davon auszugehen, dass es sich bei den beiden mutmasslichen Verdächtigen um verschiedene Männer handelt. Einem Militärsprecher zufolge waren am Samstag noch 56 Verletzte des Anschlags vom Montag im Spital.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch