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Polizei verdreifacht Belohnung für Hinweise auf Bangkok-Attentäter

Wer den entscheidenden Hinweis zum Attentäter gibt, erhält umgerechnet 81'000 Franken. Von drei Verdächtigen wurden inzwischen zwei von der Fahndungsliste gestrichen.

Der Verdächtige Yusufu M. bei einer Tatortbegehung in Bangkok. (9.9.2015)
Der Verdächtige Yusufu M. bei einer Tatortbegehung in Bangkok. (9.9.2015)
Rungroj Yongrit, Keystone
Verdächtiger gefasst: Auf Tafeln wurde nach «Thailands meistgesuchtem Mann» gefahndet. (23. August 2015)
Verdächtiger gefasst: Auf Tafeln wurde nach «Thailands meistgesuchtem Mann» gefahndet. (23. August 2015)
Keystone
So hat der Unglücksort ausgesehen: Der Erawan-Schrein im Jahr 1999.
So hat der Unglücksort ausgesehen: Der Erawan-Schrein im Jahr 1999.
AFP
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Bei der Fahndung nach den Drahtziehern des blutigen Bombenanschlags von Bangkok hat die Polizei die Belohnung für Hinweise auf den mutmasslichen Bombenleger deutlich erhöht: Wer den entscheidenden Hinweis zur Festnahme gebe, bekommt 3 Millionen Baht (81'000 Franken). Dies sagte Polizeichef Somyot Poompanmoung am Freitag. Das ist dreimal so viel wie ursprünglich ausgelobt.

Der Mann war von Überwachungskameras gefilmt worden, als er kurz vor der Explosion am Tatort einen Rucksack deponierte. Die Polizei vermutet, dass darin der Sprengsatz war. Zwei als Komplizen verdächtigte Männer hat die Polizei inzwischen von der Fahndungsliste gestrichen. Sie seien unbeteiligt.

Der Polizeichef wies ausserdem mehrere Beamte an, keine Informationen mehr weiterzugeben. Zu viele Sprecher hätten am Vortag widersprüchliche Angaben gemacht, hiess es.

Zeremonien für Todesopfer

Derweil ist auf religionsübergreifenden Zeremonien den Todesopfern des Anschlags gedacht worden. Vertreter von fünf verschiedenen Glaubensrichtungen nahmen an der Zeremonie am Tatort ebenso teil wie hochrangige Regierungsvertreter. Besucher der heiligen Stätte waren zu sehen, wie sie auf ihren Knien beteten. Klassische Tänzer gedachten den Toten ebenfalls.

Bei der Explosion nahe dem Erawan-Schrein waren am Montag 20 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt worden. Der Schrein ist ein beliebtes Ziel von Touristen, vor allem von Besuchern aus China. Am Dienstag hatte die Polizei Haftbefehl gegen einen nicht identifizierten Ausländer erlassen, der die Bombe gelegt haben soll. Zu dem Anschlag bekannte sich bislang niemand.

SDA/kko

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