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Pakistani schiessen auf US-Helikopter

Pakistanische Soldaten haben nach US-Helikopter beschossen, die sich in afghanischem Luftraum befanden. Es habe weder Opfer noch materielle Schäden gegeben, teilt die Nato mit.

Die Helikopter seien in der Grenzprovinz Chost bei einem Routineeinsatz von einem pakistanischen Kontrollposten mit Handfeuerwaffen beschossen worden, teilte die NATO-geführte Truppe mit. Die Helikopter hätten zu keinem Zeitpunkt den pakistanischen Luftraum verletzt, gab auch das Verteidigungsministerium in Washington bekannt.

Dagegen erklärte das pakistanische Militär, die Helikopter seien in den Luftraum eingedrungen. Soldaten hätten daraufhin Warnschüsse abgefeuert. Präsident Asif Ali Zardari sagte später, es habe sich um Leuchtraketen gehandelt. Sie sollten den Helikoptern signalisieren, dass sie die Grenze zu Pakistan überquert hätten.

«Unglückliches Missverständnis»

In Washington sprach ein Pentagon-Vertreter von einem «unglücklichen Missverständnis». Im Kontakt mit den pakistanischen Behörden werde nun nach «zusätzlichen Koordinierungsmassnahmen gesucht», um eine «Wiederholung derartiger Vorkommnisse» zu vermeiden.

In Afghanistan stationierte amerikanische Truppen hatten Anfang September eine Bodenoffensive auf pakistanischem Territorium gestartet. Kampfhelikopter und Bodentruppen hatten das Dorf Angor Adda an der Grenze zu Afghanistan angegriffen. Dabei wurden nach Behördenangaben 20 Menschen getötet, darunter auch Kinder.

Es war der erste bekannte Angriff von US-Bodentruppen auf ein Ziel in Pakistan seit dem Beginn des Afghanistan-Kriegs 2001. Pakistans neuer Präsident Asif Ali Zardari hatte daraufhin vergangene Woche angekündigt, keine weiteren US-Militäreinsätze im Namen des Kampfes gegen den Terrorismus auf seinem Staatsgebiet zu dulden.

SDA/bru

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