Nordkorea feuert 25 Kurzstreckenraketen ab

Die Regierung in Pyongyang provoziert Südkorea und die USA erneut: Gut zwei Dutzend Raketen wurden von der Ostküste Nordkoreas 70 Kilometer ins Meer geschossen.

Die Provokationen aus Pyongyang gehen weiter: 25 Kurzstreckenraketen wurden ins Meer gefeuert. (Archivbild)

Die Provokationen aus Pyongyang gehen weiter: 25 Kurzstreckenraketen wurden ins Meer gefeuert. (Archivbild)

(Bild: Reuters)

Nordkorea hat nach Angaben aus Seoul erneut mehrere Kurzstreckenraketen abgefeuert. Insgesamt 25 Geschosse seien am Sonntag in drei Salven von der Ostküste etwa 70 Kilometer weit in das Japanische Meer geschossen worden, erklärte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums.

Südkorea und die USA riefen Nordkorea auf, weitere Provokationen zu unterlassen. Zunächst seien zehn Raketen zum Einsatz gekommen, kurz danach noch einmal acht, sagte der Ministeriumssprecher. Beim dritten Durchgang seien sieben Raketen abgefeuert worden. Auch die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldete, Nordkorea habe 25 Kurzstreckenraketen verschossen.

Die US-Regierung fordere Nordkorea auf, von weiteren Provokationen abzusehen, die die Spannungen in der Region verstärken könnten, sagte die Sprecherin des US-Aussenamts, Jen Psaki. Ähnlich äusserte sich ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums. Seoul verfolge das Vorgehen des Nordens sehr genau.

Seit Beginn des jährlichen Militärmanövers Südkoreas und der USA im Februar testete Pyongyang bereits mehrfach Kurzstreckenraketen. Seoul und Washington kritisierten dies. Das Manöver soll noch bis zum 18. April dauern, rund 12'700 Soldaten beider Länder sind daran beteiligt. Seoul und Washington hatten betont, die grösstenteils am Computer simulierten Übungen hätten reinen Verteidigungscharakter. Im vergangenen Jahr hatte die nordkoreanische Führung aus Verärgerung über das Manöver mit einem Atomangriff gedroht.

Das kommunistische Nordkorea und Südkorea befinden sich offiziell im Kriegszustand. Der Koreakrieg der Jahre 1950 bis 1953 wurde durch einen Waffenstillstand beendet, einen Friedensvertrag gab es nie.

chk/AFP

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