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Neuseelands Regierungschef Key gewinnt zum dritten Mal

Neuseelands Regierungschef Key fährt einen haushohen Sieg ein und kann in seiner dritten Amtszeit eventuell ohne Koalitionspartner regieren. Der Wahlverlierer, die Arbeiterpartei, will Ursachenforschung betreiben.

Anhänger loben Keys wirtschaftliche Erfolge: John Key nach der Abgabe seiner Stimme in Auckland. (20. September 2014)
Anhänger loben Keys wirtschaftliche Erfolge: John Key nach der Abgabe seiner Stimme in Auckland. (20. September 2014)
AP Photo/New Zealand Herald, Brett Phibbs

Die konservative Nationale Partei ist klareSiegerin der neuseeländischen Parlamentswahl: Ministerpräsident John Key kann in seiner dritten Amtszeit eventuell sogar ohne Koalitionspartner regieren. Das hat es in Neuseeland seit Einführung eines Verhältniswahlrechts nach deutschem Vorbild 1996 nicht mehr gegeben. «Ich bin überglücklich«, sagte Key in seiner Siegesrede heute.

Die Nationale Partei gewann ein Prozent hinzu und erreichte dem fast vollständig vorliegenden Ergebnis zufolge 48 Prozent der Stimmen. Keys Herausforderer David Cunliffe erlitt mit seiner Arbeiterpartei hingegen Schiffbruch an den Urnen: Labour kam nur auf 25 Prozent. Cunliffe gestand seine Niederlage ein und gratulierte nach eigenen Angaben Key zum Wahlsieg, hinter dem er die florierende Wirtschaft vermutete: «Es ist selten, dass eine Regierung abgewählt wird, die auf einerWelle des wirtschaftlichen Aufschwungs mit rund vier Prozent Wachstum reitet», sagte er. Die genauen Ursachen der Wahlschlappe müssten in den kommenden Tagen und Wochen analysiert werden.

Linke Parteien verlieren

Bei der Wahl gab es Stimmenzuwächse für konservative Parteien, während Labour und die Grünen Boden verloren. Sollte das vorläufige Ergebnis bestätigt werden, könnte Key alleine regieren; für eine Koalition zum Ausbau der Regierungsmehrheit hätte er mehrere Optionen.

Bei der Wahl trat auch eine vom deutschstämmigenInternet-Unternehmer Kim Dotcom finanzierte Internet-Partei an. US-Behörden streben Dotcoms Auslieferung wegen Ermöglichung illegalen Downloads von Filmen und Musik von der inzwischen geschlossenen Online-Plattform Megaupload an. Dotcom räumte ein, dass seine Internet-Mana-Partei an der Fünfprozenthürde gescheitert sei. Er übernehme dafür persönlich die Verantwortung. Dotcom besitzt nicht die neuseeländische Staatsbürgerschaft und konnte deswegen nicht selbst als Kandidat antreten.

AP/mw/rub

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