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Nagasaki gedenkt der Atombomben-Opfer

Mit einer Schweigeminute haben tausende Menschen in der südjapanischen Hafenstadt an den Atombombenabwurf vor 63 Jahren gedacht.

«Als Opfer von Atombomben hat unser Land die Pflicht und Verantwortung, die Initiative zu ergreifen, Atomwaffen zu beseitigen», sagte der Bürgermeister von Nagasaki, Tomihisa Taue, bei einer Zeremonie.

Die japanische Regierung müsse sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass Nordkorea seine Atomwaffen vernichte. «Wir sollten ernsthaft über die Bildung einer nuklearwaffenfreien Zone in Nordostasien nachdenken», sagte er weiter.

Nordkorea war Anfang 2003 aus dem Atomwaffensperrvertrag ausgetreten und hatte 2006 nach eigenen Angaben eine Atombombe getestet. Im Juni hatte Nordkorea Einzelheiten seines Atomprogramms offengelegt und den Kühlturm des Atomreaktors Yongbyon gesprengt.

Japan hatte im Zweiten Weltkrieg zusammen mit Deutschland und Japan gegen die Alliierten und Russland gekämpft. Vier Tage nach dem Abwurf auf die japanische Stadt Hiroshima mit 140'000 Toten hatten die USA eine zweite Atombombe auf Nagasaki abgeworfen und damit auf einen Schlag 70'000 Menschen getötet.

Am 15. August 1945 kapitulierte Japan schliesslich. Der Inselstaat gab sich eine pazifistische Verfassung und wurde ein enger Verbündeter der USA, die derzeit rund 40'000 Soldaten in Japan stationiert haben.

SDA/vin

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