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«Mit allen Elementen von Amerikas Macht»

US-Aussenministerin Hillary Clinton betonte bei ihrem Besuch in Israel, dass ihr Land alles tun wolle, um das iranische Atomprogramm zu stoppen. Die Vorschläge aus Teheran seien ungenügend.

Reisediplomatie: In Israel schliesst US-Aussenministerin Hillary Clinton ihre Reise von 14 Tagen durch neun Staaten in Europa und Asien ab. (16. Juli 2012)
Reisediplomatie: In Israel schliesst US-Aussenministerin Hillary Clinton ihre Reise von 14 Tagen durch neun Staaten in Europa und Asien ab. (16. Juli 2012)
Keystone
Clinton warnt den Iran. Man werde «alle Elemente der Macht Amerikas» einsetzen, um Teheran am Bau einer Atombombe zu hindern: Clinton in Jerusalem. (16. Juli 2012)
Clinton warnt den Iran. Man werde «alle Elemente der Macht Amerikas» einsetzen, um Teheran am Bau einer Atombombe zu hindern: Clinton in Jerusalem. (16. Juli 2012)
Keystone
Clinton trifft auch auf Protest: Auf Transparenten in Jerusalem wird die Freilassung von Jonathan Pollard gefordert. Der US-Jude wurde 1987 zu lebenslanger Haft wegen Spionage für Israel verurteilt. (16. Juli 2012)
Clinton trifft auch auf Protest: Auf Transparenten in Jerusalem wird die Freilassung von Jonathan Pollard gefordert. Der US-Jude wurde 1987 zu lebenslanger Haft wegen Spionage für Israel verurteilt. (16. Juli 2012)
Keystone
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«Wir werden alle Elemente von Amerikas Macht benutzen, um Iran am Erwerb einer Atomwaffe zu hindern», sagte US-Aussenministerin Hillary Clinton bei einer Pressekonferenz in Jerusalem nach Gesprächen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Staatspräsident Schimon Peres.

Zugleich warf sie Teheran vor, bei den Verhandlungen in Istanbul mit der 5+1-Gruppe der fünf UNO-Vetomächte und Deutschland bisher keine umsetzbaren Vorschläge präsentiert zu haben. «Ich habe sehr deutlich gemacht, dass die Vorschläge, die wir bisher vom Iran in den 5+1-Verhandlungen gesehen haben, nicht umsetzbar sind», sagte Clinton. Die USA stehe in «enger Beratung» mit Israel über Möglichkeiten zur Erhöhung des Drucks auf Teheran.

Netanyahu hatte zuvor bei den Gesprächen mit Clinton die Wichtigkeit der Bewahrung des 1979 geschlossenen Friedensabkommens mit Ägypten betont. Er sei sehr gespannt darauf, Clintons Eindrücke aus Ägypten zu erfahren, sagte Israels Regierungschef.

Militärangriff als allerletzte Möglichkeit

Clinton hatte am Wochenende Ägypten besucht und dort den neuen islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi sowie den Präsidenten des Obersten Militärrats Hussein Tantawi getroffen.

Israel und Teile des Westens verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel seines zivilen Atomprogramms am Bau einer Bombe zu arbeiten. Teheran weist diese Vorwürfe zurück und beharrt auf seinem Recht zur Nutzung der Atomenergie.

Israel betrachtet eine iranische Atombombe als existentielle Bedrohung und diskutiert seit Jahren offen über einen Militärschlag gegen die iranischen Atomanlagen. Die USA sehen einen Militärangriff nur als allerletzte Möglichkeit.

SDA/kle

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