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«Klar ist, dass die Rückkehr zur Atomkraft kommt»

Zweieinhalb Jahre nach der Fukushima-Katastrophe beobachtet Japan-Kenner Florian Coulmas ein gespaltenes Verhältnis der Bevölkerung zu den AKW – auch weil diese ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor seien.

Tickende Zeitbombe? Mitglieder der Atomaufsicht begutachten Tanks, in denen das verstrahlte Kühlwasser von Fukushima gelagert wird.
Tickende Zeitbombe? Mitglieder der Atomaufsicht begutachten Tanks, in denen das verstrahlte Kühlwasser von Fukushima gelagert wird.
Keystone
Geschätzte 800'000 Liter verstrahltes Wasser sollen hier einst gelagert werden: Tanks auf dem Gelände des havarierten AKW in Fukshima.
Geschätzte 800'000 Liter verstrahltes Wasser sollen hier einst gelagert werden: Tanks auf dem Gelände des havarierten AKW in Fukshima.
Keystone
In Sendai (Präfektur Miyagi) erinnert eine Gedenkstätte mit Namen an die Opfer des Erdbebens und des Tsunamis bei Fukushima am 11. März 2011. Fast 16'000 Menschen starben, mehr als 2700 Menschen gelten bis heute als vermisst. Und noch immer leben über 300'000 Menschen fern ihrer Heimat.
In Sendai (Präfektur Miyagi) erinnert eine Gedenkstätte mit Namen an die Opfer des Erdbebens und des Tsunamis bei Fukushima am 11. März 2011. Fast 16'000 Menschen starben, mehr als 2700 Menschen gelten bis heute als vermisst. Und noch immer leben über 300'000 Menschen fern ihrer Heimat.
Kiminasa Mayama, Keystone
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Trotz der Fukushima-Katastrophe ist der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe ein vehementer AKW-Befürworter. Wann werden die ersten stillgelegten Atomkraftwerke wieder in Betrieb genommen? Das kann noch ein halbes Jahr dauern, aber es kommt mit ziemlicher Sicherheit. Vermutlich wird das AKW in Ikata auf der Halbinsel Sadamisaki als erstes wieder in Betrieb genommen. Die gängige Rhetorik der japanischen Regierung lautet: Wenn die Betreiber der Kernkraftwerke die verschärften Sicherheitsvorschriften einhalten und die Behörden Sicherheitsgarantien abgeben, spricht nichts gegen die Wiederinbetriebnahme eines AKW.

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