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Kim Jong-il auf Bootstour

Nordkoreas Staatschef traf per Panzerzug in der sibirischen Stadt Ulan-Ude ein. Dort soll er mit dem russischen Präsidenten heikle Themen besprechen. Zunächst liess es sich der Staatschef aber gut gehen.

Gemütlich: Kim Jong-il signiert auf dem Boot das Buch für Ehrengäste. (21. August 2011)
Gemütlich: Kim Jong-il signiert auf dem Boot das Buch für Ehrengäste. (21. August 2011)
Keystone
Willkommen in Russland: Kim Jongi-il auf einem roten Teppich im Bahnhof von Bureya im Osten von Sibirien am 21. August 2011.
Willkommen in Russland: Kim Jongi-il auf einem roten Teppich im Bahnhof von Bureya im Osten von Sibirien am 21. August 2011.
Keystone
...wenn Kim Jong-il den Zug verlässt oder betritt.
...wenn Kim Jong-il den Zug verlässt oder betritt.
Keystone
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Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-il ist mit seinem gepanzerten Zug für Gespräche mit Kremlchef Dmitri Medwedew in der sibirischen Stadt Ulan Ude am Baikalsee eingetroffen. Vor dem geplanten Treffen vom Mittwoch 4400 Kilometer östlich von Moskau unternahm der 69-Jährige eine Bootstour.

Der Kreml nannte auf Anfrage wegen der «Spezifik von Kims Besuch» keinen genauen Zeitpunkt für die Zusammenkunft der beiden Staatsoberhäupter. Für seine Reise hat sich der Diktator schärfste Sicherheitsvorkehrungen und Geheimhaltung ausbedungen.

Moskauer Zeitungen veröffentlichten erste Bilder davon, wie Kim von russischen Schönheiten in Nationaltrachten mit Brot und Salz empfangen wurde. Auf seiner am Samstag begonnenen Reise hat sich der Machthaber bereits mit russischer Wasserkraftwerkstechnik vertraut gemacht.

Neustart der Länderbeziehungen

Als Ziel von Kims Reise gilt ein Neustart in den russisch- nordkoreanischen Beziehungen. Russland seinerseits will vor allem eine politisch heikle Gaspipeline über das Territorium seines kommunistischen Nachbarn Nordkorea nach Südkorea durchsetzen.

Nordkorea soll im Gegenzug für den Transit von zehn Milliarden Kubikmetern Gas in sein verfeindetes Nachbarland Gebühren von 100 Millionen US-Dollar im Jahr verdienen. Das verarmte Land ist dringend auf Einnahmen angewiesen. Zudem machen dem Regime internationale Sanktionen gegen sein Atomprogramm zu schaffen.

dapd/miw

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