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«Ich rechne mit einem Angriff»

Mahmoud Ahmadinejad spielt den starken Mann. Nun mehrten sich die Zeichen, dass Israel den Iran angreifen könnte, sagt Nahost-Experte Udo Steinbach. Die ganze Region würde zu einem einzigen Pulverfass.

Mahmoud Ahmadinejad präsentierte am Sonntag die Karar-Kampfdrohne.
Mahmoud Ahmadinejad präsentierte am Sonntag die Karar-Kampfdrohne.
Reuters

Am Sonntag stellte Iran eine Kampfdrohne vor, am Samstag wurde das Atomkraftwerk Busher eingeweiht. Gleichzeitig macht Mahmoud Ahmadinejad den USA ein Freundschaftsangebot. Was bezweckt er? Es geht ihm primär um die eigene Stellung im Land, die seit dem Juni 2009 sehr brüchig ist. Ahmadinejad ist innenpolitisch umstritten und aussenpolitisch isoliert, die Sanktionen machen sich in Iran bemerkbar, das spürt die Bevölkerung, das spürt die Gesellschaft. Ahmadinejad fährt nun einen populistischen Kurs. Die Einweihung des Atomprogramms kommt gut an. Mit der Vorstellung der Drohne signalisiert er Verteidigungsbereitschaft. Gleichzeitig signalisiert er Gesprächsbereitschaft, weil er weil er weiss, dass er in Sachen Atomprogramm – also wegen seines Umgangs mit der Atomenergiebehörde IAEA - auch im eigenen Land kritisiert wird.

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