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Hongkonger Studentenführer bricht Hungerstreik ab

108 Stunden hatte Joshua Wong keine Nahrung mehr zu sich genommen. Nun fühlt sich der 18-jährige Demokratieaktivist schwach und schwindelig.

Protestieren wieder: Demonstranten in Hongkong mit gelben Regenschirmen in den Händen. (1. Februar 2015)
Protestieren wieder: Demonstranten in Hongkong mit gelben Regenschirmen in den Händen. (1. Februar 2015)
Reuters
Noch wird ihnen nichts vorgeworfen: Kardinal Joseph Zen Ze-kiun (2. von rechts) mit den Protestführern Chan Kin-man, Benny Tai und Chu Yiu-ming (von links nach rechts) bevor sie sich der Polizei stellten. (3. Dezember 2014)
Noch wird ihnen nichts vorgeworfen: Kardinal Joseph Zen Ze-kiun (2. von rechts) mit den Protestführern Chan Kin-man, Benny Tai und Chu Yiu-ming (von links nach rechts) bevor sie sich der Polizei stellten. (3. Dezember 2014)
Reuters
Grosser Tumult: Polizisten versuchen, die Demonstranten zurückzudrängen. (27. September 2014)
Grosser Tumult: Polizisten versuchen, die Demonstranten zurückzudrängen. (27. September 2014)
AP Photo/Apple Daily
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Der Hongkonger Studentenführer Joshua Wong hat nach vier Tagen seinen Hungerstreik abgebrochen. Er habe auf Anraten der Ärzte die Protestaktion abgebrochen, erklärte der 18-jährige Demokratieaktivist im Internet.

Er habe sich schwach und schwindelig gefühlt, nachdem er 108 Stunden lang keine Nahrung mehr zu sich genommen hatte. Das Ende des Hungerstreiks bedeute aber nicht, dass die Hongkonger Führung die Forderungen der Demokratiebewegung ignorieren könne, erklärte Wong. Er war mit zwei Studentinnen am Montag in den Streik getreten, um die Führung zu neuen Gespräche zu drängen.

Die Studentin Isabella Lo brach ihre Protestaktion am Freitag ab, dafür schlossen sich zwei weitere Frauen dem Hungerstreik an. Die drei Studentinnen kündigten an, die Aktion fortzuführen. Wong und die anderen Aktivisten leben in Zelten im Protestlager im Viertel Admirality.

Seit Wochen Proteste

Die von den Studenten angeführte Demokratiebewegung demonstriert seit Wochen in der chinesischen Sonderverwaltungszone für freie Wahlen. Die Zentralregierung in Peking will den Bürgerinnen und Bürgern der früheren britischen Kronkolonie zwar 2017 erstmals die Wahl des Verwaltungschefs erlauben, aber selbst zuvor die Kandidaten auswählen.

Die Demonstranten haben mehrere Plätze und Strassen im Zentrum der Küstenmetropole besetzt, doch wurden die meisten ihrer Protestlager inzwischen von der Polizei geräumt. Dabei gab es wiederholt gewaltsame Auseinandersetzungen.

SDA/ajk

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