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Genfer Atomverhandlungen enden mit Erfolgsmeldung

Gemäss dem iranischen Staatsfernsehen konnten «alle verbliebenen Streitpunkte» zwischen dem Iran und der EU-Gesandten gelöst werden. Nun sind die 5+1-Staaten gefragt.

Hier wurden die Verhandlungen seit Donnerstag fortgesetzt: UN-Gebäude in Genf.
Hier wurden die Verhandlungen seit Donnerstag fortgesetzt: UN-Gebäude in Genf.
AFP

Der Iran und die fünf UNO-Vetomächte sowie Deutschland haben nach EU-Angaben bei den Genfer Atomverhandlungen «gute Fortschritte» erzielt. Die Übereinkunft müsse nun auf politischer Ebene noch bestätigt werden, sagte der Sprecher der EU-Aussenbeauftragten Catherine Ashton, Michael Mann, am Freitag.

Der iranische Vizeaussenminister Abbas Araktschi sagte laut staatlicher Nachrichtenagentur Isna: «Die technischen und politischen Differenzen sind zwar ausgeräumt, aber die endgültige Entscheidung wird erst nach politischen Konsultationen getroffen.» Details wurden zum Abschluss des zweitägigen Treffens nicht genannt.

Die Verhandlungspartner hatten sich Ende vergangenen Jahres auf einen Rahmen für eine Übergangslösung verständigt. Ziel der Genfer Gespräche war es, den Boden für die stufenweise Umsetzung der ersten Phase des Übergangabkommens vom 24. November zu bereiten.

Details des Abkommens bleiben geheim

Beide Seiten halten die Details des Abkommens bis heute geheim. Der Iran soll Teile seines umstrittenen Atomprogramms einfrieren, die internationale Staatengemeinschaft will im Gegenzug Sanktionen lockern.

Der Iran wird verdächtigt, im Rahmen seines Atomprogramms auch an Nuklearwaffen zu arbeiten. Teheran dementiert dies. In den Gesprächen ging es auch um Garantien dafür, dass das Atomprogramm ausschliesslich zivilen Zwecken dient.

Araktschi hatte am Donnerstag und Freitag Verhandlungen mit der stellvertretenden EU-Aussenbeauftragte Helga Schmid geführt. Doch später übernahm US-Vizeaussenministerin Wendy Sherman die Gesprächsführung und traf sich auch separat mit Araktschi. Nach Berichten iranischer Medien hatten sich die Gespräche am ersten Tag zu einer «amerikanisch-iranischen Angelegenheit» entwickelt.

(AFP/sda)

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