Zum Hauptinhalt springen

Gefechte zwischen Kurden und Jihadisten in Syrien

Im Norden Syriens nahmen kurdische Kämpfer einen Jihadistenführer gefangen. Derweil kämpfen Rebellen und Regierungstruppen erbittert um die Wirtschaftsmetropole Aleppo.

Ein Kämpfer der syrischen Rebellen verschanzt sich in einer zerstörten Schule Aleppos. (14. Juli 2013)
Ein Kämpfer der syrischen Rebellen verschanzt sich in einer zerstörten Schule Aleppos. (14. Juli 2013)

In der nordsyrischen Metropole Aleppo ist es nach Angaben von Aktivisten erneut zu schweren Gefechten zwischen Regierungstruppen und Rebellen gekommen.

Am frühen Sonntagmorgen seien heftige Kämpfe nahe dem internationalen Flughafen und der Luftwaffenbasis Nairab geführt worden, teilte die in London ansässige syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Auch aus dem Stadtviertel Suleiman al-Halabi und am Militärflughafen Kwayris seien Zusammenstösse zwischen Armee und Aufständischen gemeldet worden.

Die Schlacht um die Wirtschaftsmetropole Aleppo tobt seit einem Jahr, als die Rebellen ihre Offensive in der Stadt begannen. Nach monatelangen verlustreichen Kämpfen ist sie in mehrere von Armee und Rebellen kontrollierte Zonen zerfallen. Die Rebellen wollen die Flughäfen in der Region nach eigenen Angaben einnehmen, um die Luftangriffe der Regierungstruppen zu unterbinden.

Bei Kämpfen nahe der Hauptstadt Damaskus wurde unterdessen ein Offizier der Republikanischen Garden getötet, wie die Beobachtungsstelle weiter mitteilte.

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete derweil die Festnahme «mehrerer Terroristen der Al-Nusra-Front». Diese seien auf dem Weg in die von Rebellen kontrollierte Region Ost-Ghuta gewesen.

Kämpfe zwischen Jihadisten und Kurden

Bei Gefechten zwischen Jihadisten und Kurden im Norden Syriens nahmen kurdische Kämpfer nach Angaben einer Nichtregierungsorganisation am späten Samstagabend einen Jihadistenführer gefangen. Es handle sich um ein ranghohes Mitglied der Gruppe Islamischer Staat im Irak und in der Levante mit dem Kampfnamen Abu Musab.

Stunden zuvor hatten kurdische Kämpfer Jihadisten von einem Kontrollposten in der mehrheitlich kurdischen Provinz Hassaka vertrieben und deren Munition erbeutet. Die Kurden gehören einer Miliz an, die der in der Türkei als Terrororganisation verbotenen Rebellenbewegung PKK nahe steht.

Die Kurden machen 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung Syriens aus. Ihr primäres Interesse im Aufstand gegen Präsident Assad ist es, ihre Kontrolle über Gebiete im Norden des Landes aufrechtzuerhalten.

SDA/kle

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch