Zum Hauptinhalt springen

Europäische Bombenbauer haben am Krieg im Jemen gut verdient

Haben die Manager Waffen geliefert, obwohl sie von den Gräueln wissen mussten? Eine Anzeige beim Internationalen Gerichtshof wirft diese Frage auf.

Die von Saudiarabien geführte Militärkoalition hinterlässt im Jemen eine Spur der Verwüstung. Im Bild: Die Hafenstadt Mocha im Juli 2015. Foto: Reuters
Die von Saudiarabien geführte Militärkoalition hinterlässt im Jemen eine Spur der Verwüstung. Im Bild: Die Hafenstadt Mocha im Juli 2015. Foto: Reuters

Walid al-Ibbi erzählte, er habe an diesem Abend noch Besuch gehabt; eine andere Familie sei gekommen, weil sie für einen ihrer Söhne um die Hand seiner Tochter habe anhalten wollen. Wenig später schlugen drei Fliegerbomben in Ibbis Haus und in ein benachbartes Kulturzentrum ein. «Ich habe meine Frau verloren und alle meine vier Töchter. Ich kann nicht glauben, dass alle weg sind, die ich liebe», sagte Ibbi der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW). So steht es in einem Bericht vom Juni 2015, in dem HRW der von Saudiarabien geführten Militär­koalition mögliche Verbrechen im Jemen-Krieg vorwirft. Nach Erkenntnissen der Organisation gab es keinen militärischen Grund, das Kulturzentrum und das Haus Ibbis anzugreifen. Die Militärkoalition habe die ganze Stadt Saada zum Ziel erklärt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.