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Ein Aufständischer in Polizeiuniform

Ein afghanischer Grenzpolizist hat in der Provinz Nangarhar sechs Nato-Soldaten erschossen. Nicht zum ersten Mal kämpft die Nato gegen Abtrünnige.

Ein Attentäter in afghanischer Polizeiuniform hat im Osten Afghanistans sechs Soldaten der internationalen Schutztruppe ISAF getötet. Wie die NATO mitteilte, ereignete sich der Anschlag am Montag bei einer Militärübung. Der Angreifer sei selbst erschossen worden. Die ISAF machte keine Angaben zu den Nationalitäten der getöteten Soldaten. Im besonders umkämpften Osten des Landes sind jedoch vor allem US-Truppen stationiert. Auch zu dem Attentäter wurden keine Einzelheiten bekannt.

Der Grenzpolizei-Kommandeur im Osten des Landes, General Aminullah Amarchail, sagte, der Anschlag habe sich auf einem grossen Polizei-Übungsgelände im Bezirk Paschir Agam in der Provinz Kunar ereignet. Ermittlungen seien eingeleitet worden. Mit dem Anschlag stieg die Zahl der in diesem Jahr getöteten NATO-Soldaten auf 668, wie eine AFP-Zählung auf Basis der Webseite Icasualties.org ergab. Im gesamten vergangenen Jahr wurden in Afghanistan 521 NATO-Soldaten getötet.

Wiederholt Zwischenfälle

NATO-Truppen und Einheiten der afghanischen Armee und Polizei sind teilweise auf denselben Stützpunkten stationiert. In der Vergangenheit kam es wiederholt zu Anschlägen durch Aufständische, die sich in die afghanischen Einheiten eingeschlichen hatten. So wurden im Juli zwei Mitarbeiter eines Subunternehmens der US-Streitkräfte auf einem Stützpunkt im Norden des Landes getötet.

Die USA fördern mit 9,2 Milliarden Dollar Jahr aus dem laufenden Haushalt den Aufbau einer einsatzfähigen afghanischen Armee und Polizei. Auf ihrem Gipfel in Lissabon hatte die NATO die Übergabe der Verantwortung an Afghanistan ab dem Jahr 2011 beschlossen. Sie soll bis zum Jahr 2014 abgeschlossen werden.

dapd/jak

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