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Der japanische Kaiser will etwas tun, das er gar nicht darf

Erstmals in Japans jüngerer Geschichte deutet sich die Abdankung des Kaisers an. Weil seine Kräfte nachlassen, wie der 82-jährige in einer Fernsehansprache erklärt.

Der liebenswürdige Kaiser, der dem Volk in schwierigen Zeiten Mut zugesprochen hat: Akihito und Kaiserin Michiko im Dezember 2015. Foto: Keystone
Der liebenswürdige Kaiser, der dem Volk in schwierigen Zeiten Mut zugesprochen hat: Akihito und Kaiserin Michiko im Dezember 2015. Foto: Keystone

Kaiser Akihito ist müde. Mit 82 Jahren sei er zwar noch gesund, aber seine Kräfte schwänden, es falle ihm zusehends schwerer, seine Pflichten als «Symbol der japanischen Nation» zu erfüllen. Deshalb möchte der Monarch zurücktreten, wie er den Japanern am Montag in einer Videobotschaft erklärte. Mit diesem gänzlich menschlichen Wunsch schubst der sanfte Akihito den japanischen Staat in eine Identitätskrise, zumal er nach den geltenden Gesetzen gar nicht zurücktreten darf.

Will seine «Aufgaben als Symbol des Staates mit voller Kraft erfüllen»: Akihito bei seiner Ansprache. (8. August 2016) Video: Reuters

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