Zum Hauptinhalt springen

Das Schweizer Schlupfloch

Über eine Tochtergesellschaft in Bahrain hat die Genfer Firma Vitol iranisches Heizöl gekauft und es in China angeboten. Recherchen von Reuters zeigen, wie der in Genf domizilierte Ölhändler die Sanktionen gegen den Iran umging.

Hat zwei Millionen Barrel iranisches Heizöl gekauft, es mit europäischem gemischt und den «Special Blend» chinesischen Händlern angeboten: Die in Genf ansässige Firma Vitol.
Hat zwei Millionen Barrel iranisches Heizöl gekauft, es mit europäischem gemischt und den «Special Blend» chinesischen Händlern angeboten: Die in Genf ansässige Firma Vitol.
Reuters
Die Crew schaltete den Transponder aus, das Öl wurde auf die von Vitrol gecharterte Ticen Ocean geladen. Im Bild: Ein iranischer Supertanker bei Singapur. (März 2012)
Die Crew schaltete den Transponder aus, das Öl wurde auf die von Vitrol gecharterte Ticen Ocean geladen. Im Bild: Ein iranischer Supertanker bei Singapur. (März 2012)
Reuters
Im Erdölgeschäft bleibe kein Raum für unsaubere Geschäfte: Vitol-CEO Ian Taylor an einer globalen Rohstoffkonferenz in Lausanne im April 2012.
Im Erdölgeschäft bleibe kein Raum für unsaubere Geschäfte: Vitol-CEO Ian Taylor an einer globalen Rohstoffkonferenz in Lausanne im April 2012.
Reuters
1 / 3

Die Angelegenheit ist politisch brisant. Vitol untergrabe mit dem Kauf und Verkauf von iranischem Heizöl die westlichen Bemühungen, den Fluss von Petrodollars zu unterbinden und damit Teheran wegen des angeblichen Atomwaffenprogramms unter Druck zu setzen, schreibt Reuters.

Weil die Schweiz sich entschlossen habe, gegen Teheran nicht dieselben Sanktionen wie die EU und die USA zu erheben, unterstehe der Rohstoffhändler nicht dem Ölhandelsembargo, das im Juli von der EU verhängt wurde. Auf abenteuerlichem Weg habe nun die Genfer Firma 2 Millionen Barrel Heizöl aus dem Iran gekauft, vermeldete die Nachrichtenagentur am Mittwoch.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.