«Das ist eine extrem hohe Strahlung»

Martin Bäumle, Nationalrat und Atmosphärenwissenschaftler, hat in Tschernobyl die Radioaktivität gemessen. Im Video-Interview erklärt er seine Messergebnisse.

Martin Bäumle vor dem Sarkophag des AKW Tschernobyl. (Video: Vincenzo Capodici)
Vincenzo Capodici@V_Capodici

Der grünliberale Nationalrat Martin Bäumle gehört zur Parlamentariergruppe, die aus Anlass des 25. Jahrestags des GAU in diesen Tagen mit Green Cross die Tschernobyl-Region besucht. Mit dabei hat Bäumle ein Gerät, mit dem er an verschiedenen Orten die radioaktive Strahlung misst.

Beim Ausflug zum AKW Tschernobyl ist er fleissig am Messen, zum Beispiel im ersten Stock des Informationszentrums, das mehrere Hundert Meter vom Unglücksreaktor entfernt ist. Oder auch bei der Gedenkstätte für die Tschernobyl-Opfer im Freien, wo im Hintergrund der Reaktorblock 4 bedrohlich nah erscheint, ebenso in einer Entfernung von einigen Hundert Metern.

«Entscheidend ist, wo man sich aufhält»

Die Belastung betrage fünf Mikrosievert pro Stunde, sagt Bäumle im Gespräch mit DerBund.ch/Newsnet. Dies sei das Hundertfache der normalen, durchschnittlichen Belastung. «Das ist eine extrem hohe Strahlung», erklärt der Atmosphärenwissenschaftler. Dennoch bestehe bei kurzen Aufenthalten keine Gefährdung für die Gesundheit. «Eine Stunde lang kann man in Tschernobyl bleiben.»

Die Strahlenbelastung sei sehr unterschiedlich, erklärt er weiter. Auf dem AKW-Gelände gebe es auch Orte mit normalen Werten. «Entscheidend ist, wo man sich aufhält», sagt Bäumle, der bereits letztes Jahr Tschernobyl besucht hatte.

DerBund.ch/Newsnet

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