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Chinesische Blogger bitten Kerry um Hilfe

Im Kampf gegen die «Grosse Firewall»: In Peking haben vier bekannte Blogger dem amerikanischen Aussenminister ihr Leid geklagt. Sie wollten von ihm wissen, ob die USA auf ihrer Seite stünden.

40 Minuten dauerte die Unterredung: Chinesische Blogger im Gespräch mit US-Aussenminister John Kerry. (15. Februar 2014)
40 Minuten dauerte die Unterredung: Chinesische Blogger im Gespräch mit US-Aussenminister John Kerry. (15. Februar 2014)
Evan Vucci/Pool, Reuters
Sprachen über die Aussenpolitik: John Kerry mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi in Peking. (14. Februar 2014)
Sprachen über die Aussenpolitik: John Kerry mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi in Peking. (14. Februar 2014)
AP Photo/Diego Azubel, Pool
Drängt China auf Einmischung in Nordkorea: John Kerry in Peking. (14. Februar 2014)
Drängt China auf Einmischung in Nordkorea: John Kerry in Peking. (14. Februar 2014)
epa/Diego Azubel/Pool
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Chinesische Blogger haben US-Aussenminister John Kerry um Hilfe gegen chinesische Internetblockaden gebeten, die dort die «Grosse Firewall» genannt werden. In einem Treffen mit Kerry vor seinem Weiterflug nach Indonesien beklagten sie verschärfte Zensur.

Auch warfen die vier bekannten Blogger US-Unternehmen vor, den chinesischen Behörden mit ihrer Technik bei der Kontrolle des Internets und sozialer Medien zu helfen. Der US-Aussenminister versprach, diesen Vorwürfen nachzugehen.

40-minütiges Treffen

Kerry forderte einen freien Fluss von Informationen in China. «Wir sind der Überzeugung, dass die chinesische Wirtschaft mit grösserer Freiheit im Internet auch stärker wird», sagte Kerry in dem 40-minütigen Treffen in der US-Botschaft.

Der Finanz-Blogger Zhang Jialong fragte Kerry, ob die USA auf der Seite der Chinesen stünden, «die nach Freiheit suchen», und ob sie helfen würden, «die Grosse Firewall einzureissen».

Die Lage von Bürgerrechtlern habe sich nicht verbessert, beklagte Zhang Jialong, der 100'000 Follower besitzt. Er erwähnte den Juristen Xu Zhiyong, der gerade zu vier Jahren Haft verurteilt wurde, sowie den inhaftierten Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo. Auch der Blogger Wang Keqin, der Korruption enthüllt hatte, kritisierte Rückschritte in der Internetfreiheit in China.

SDA/mw

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