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China rüstet im Pazifik auf

Die Volksrepublik installiert im Südchinesischen Meer einen Abwehrschild gegen Raketen von Kriegsschiffen. Die USA fürchten, dass ihnen damit der Zugang zum östlichen Pazifik verwehren werden könnte.

Im ostasiatischen Raum präsent: Die chinesische Fregatte Ma'Anshan im Hafen von Manila, Philippinen.
Im ostasiatischen Raum präsent: Die chinesische Fregatte Ma'Anshan im Hafen von Manila, Philippinen.
AFP
Schussbereit: Matrose auf der Ma'Anshan.
Schussbereit: Matrose auf der Ma'Anshan.
AFP
Stets in Stellung: Raketenwerfer auf dem chinesischen Zerstörer Shenzhen.
Stets in Stellung: Raketenwerfer auf dem chinesischen Zerstörer Shenzhen.
AFP
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Peking kämpft um die Vorherrschaft im Pazifik. Die Chinesen stehen gemäss dem US-Magazin «Foreign Affairs» kurz davor, im Südchinesischen Meer ein umfassendes Raketensystem in Betrieb zu nehmen, das Geschosse von Kriegsschiffen abfangen kann. Zwar verfügt das Land bereits heute über Stützpunkte für Abwehrraketen, doch mit dem neuen Abwehrsystem erhöht China seine Reichweite von 600 auf 1000 Meilen.

Das US-Verteidigungsministerium ist darüber besorgt. Denn die chinesischen Raketen vermögen die amerikanischen Kriegsschiffe weit vor der Küste abzuschiessen. China könnte mit dem abschreckenden Schutzschild den Amerikanern den Zutritt zu weiten Teilen des westlichen Pazifiks verweigern, befürchtet das Pentagon. Die USA, so berichtet «Foreign Affairs», habe nicht die technischen Mittel, der chinesischen Vorherrschaft etwas entgegenzusetzen.

Auch Südkorea, Japan und Australien rüsten auf

Der amerikanische Einfluss im pazifischen Raum könnte damit schwinden. Dies hätte auch Konsequenzen für die Alliierten der USA, die bisher unter dem Schutz der US-Marine standen. Südkorea, Japan und Australien befürchten offenbar, dass sich die Amerikaner aus dem östlichen Pazifik zurückziehen könnten, und verstärken nun selber ihre Präsenz: Die Japaner bauen zum ersten Mal seit 36 Jahren ihre U-Bootflotte aus, Australien tätigt die grössten Investitionen für die Verteidigung seit dem Zweiten Weltkrieg und auch die Koreaner rüsten ihre Marine auf.

Damit buhlen mehrere Länder um das Südchinesische Meer, das für die Handelsroute vom Nahen Osten nach Ostasien strategisch wichtig ist. Der chinesische Aussenminister Yang Jiechi hat jedoch laut «Foreign Affairs» kürzlich klargemacht, dass sich China von anderen Machtansprüchen nicht beeindrucken lässt: «China ist ein grosses Land und die anderen Länder sind nun mal klein – das ist ganz einfach eine Tatsache», sagte er.

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