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China: Auch Frischmilch verseucht

Der Skandal um vergiftete Milch weitet sich in China dramatisch aus. In Frischmilch von drei führenden Molkereien wurde der gefährliche Stoff Melamin gefunden.

Der Stoff sei in haltbarer Frischmilch der drei führenden Hersteller Chinas nachgewiesen worden, teilten die Behörden mit. Eine Untersuchung von Milch aus den grössten chinesischen Molkereien ergab, dass fast zehn Prozent der Proben mit Melamin versetzt waren.

Olympia-Sponsor betroffen

Betroffen seien die Produkte der Firmen Yili, Mengniu und Bright Dairy, die in ganz China im Handel sind. Die Unternehmen wurden aufgefordert, die Milch zurückzurufen. In vielen Supermärkten in Peking waren die Milchregale bereits am Donnerstag leer.

Zuvor war bekanntgeworden, dass der gefährliche Zusatzstoff Melamin auch von einem Sponsor der Olympischen Spiele in Peking verwendet worden war. Insgesamt sind inzwischen 22 Firmen in den Skandal verwickelt.

Produkte exportiert

Zwei chinesische Unternehmen haben ihr Milchpulver zudem in den Jemen, nach Bangladesch, Burma, Gabun und Burundi exportiert. Die Aufsichtsbehörde habe die Firmen aufgefordert, ihre Produkte zurückzurufen, sagte eine Sprecherin des Aussenministeriums.

Nach Angaben der Behörden drohen Erwachsene von der mit Melamin versetzten Milch keine gesundheitlichen Schäden. Dagegen sind in den vergangenen Tagen bereits mehr als 6200 Kleinkinder durch die Chemikalie an Nierensteinen erkrankt. Mit einem weiteren Anstieg der Zahlen wird gerechnet. Mit Melamin, das in der Industrie als Bindemittel eingesetzt wird, kann minderwertige Milch künstlich aufgebessert werden.

SDA/cpm

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