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Brände in Russland: Vertuscht, verdrängt, beschönigt

Als Moskau schon im Smog erstickte, berichteten staatliche Medien noch über erfolgreiche Raketentests. Über die Brände und deren Folgen redet die russische Regierung erst, wenn sie nicht mehr anders kann.

Man kann kaum mehr atmen: Zwei Frauen versuchen sich in Moskau vor dem Smog zu schützen.
Man kann kaum mehr atmen: Zwei Frauen versuchen sich in Moskau vor dem Smog zu schützen.
Keystone

Dass die Polizei neu Polizia statt Milizia heisst und dass Raketentest erfolgreich verlaufen waren, dominierte letzten Freitag die Nachrichten in Russland. Da wüteten im Land bereits über 500 Waldbrände und Moskau verschwand im Smog. Doch kein Wort war darüber in den russischen Medien zu lesen.

Auch heute ist dort wenig über die verheerenden Brände zu erfahren. Ein Topthema ist dagegen, dass Präsident Dmitri Medwedew die Ermittlungen in einem Fall von Preismanipulation bei der Beschaffung von medizinischer Ausrüstung vorantreiben will. Von den Feuern erfährt man lediglich, dass sich die Situation gebessert habe.

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