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Bin Laden wirds zu heiss

In einem neuen Aufruf fordert Osama bin Laden die Muslime zu Ackerbau und Viehzucht auf. Der Klimawandel bereitet dem Terrorfürsten offenbar grosse Sorgen.

Weist auf die Gefahren des Klimawandels hin: Standbild aus Osama bin Ladens Medienbotschaft.
Weist auf die Gefahren des Klimawandels hin: Standbild aus Osama bin Ladens Medienbotschaft.
Keystone

Osama bin Laden hat einen überraschenden Audioaufruf an die Muslime in aller Welt veröffentlicht. Ungewöhnlich ist das Tonband, das am Freitag auf Islamisten- Websites veröffentlicht wurde, weil der Top-Terrorist seine Glaubensbrüder diesmal nicht zum «Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen» aufruft, sondern zu Ackerbau und Viehzucht.

In der rund elf Minuten langen Aufnahme beklagt der Sprecher die Gefahren durch den Klimawandel und die drohende Verknappung von Nahrungsmitteln. Seine Stimme klingt wie die Stimme von Bin Laden in früheren Videoaufnahmen.

Riesige Brachflächen

Er kritisiert, dass die Muslime im Sudan riesige fruchtbare Flächen brachliegen liessen, anstatt sie für die Landwirtschaft zu nutzen. «Die Händlerfamilien sollten einige ihrer Söhne abstellen für die Nothilfe und die Landwirtschaft», schlägt er vor.

Das Tonband, in dem Bin Laden auch über die Jahrhundertflut spricht, die Pakistan diesen Sommer heimgesucht hatte, könnte vor etwa zwei Monaten aufgenommen worden sein.

Letzte Botschaft vor zwei Wochen

Der Ägypter Eiman al-Sawahiri, der als Nummer Zwei an der Spitze des al-Qaida-Netzwerkes gilt, hatte erst vor rund zwei Wochen eine Audiobotschaft veröffentlicht, in der auch er über die Flut in Pakistan sprach.

Anschliessend waren Gerüchte aufgekommen, Al-Sawahiri sei jetzt häufiger zu hören, weil Bin Laden bei den Überschwemmungen in Pakistan ums Leben gekommen sei. Der Inhalt der beiden Botschaften von Bin Laden und Al-Sawahri deutet darauf hin, dass Bin Ladens Tonband früher aufgenommen worden war, als das Band seines Stellvertreters.

(SDA)

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