Zum Hauptinhalt springen

Bericht: Ankara tauschte türkische Geiseln gegen IS-Angehörige

Die Türkei schweigt hartnäckig über die Details zur Befreiung ihrer rund 50 Geiseln. Doch nun tauchen Berichte über einen Gefangenenaustausch mit islamistischen Extremisten auf.

Er will keine Details zur Freilassung der Geiseln verraten: Der türkische Präsident Recep Tayyio Erdogan (2. von links) begrüsst mit seiner Gattin Emine (links) drei der befreiten türkischen Geiseln. (21. September 2014)
Er will keine Details zur Freilassung der Geiseln verraten: Der türkische Präsident Recep Tayyio Erdogan (2. von links) begrüsst mit seiner Gattin Emine (links) drei der befreiten türkischen Geiseln. (21. September 2014)
Kayhan Ozer, AFP

Die am Samstag aus der Geiselhaft der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) freigekommenen 46 Türken sind einem Zeitungsbericht zufolge gegen gefangen gehaltene IS-Mitglieder ausgetauscht worden. Auf Bitten Ankaras habe die syrisch-islamistische Rebellengruppe Liwaa al-Tauhid 50 IS-Angehörige freigelassen, darunter die Familie eines IS-Anführers, berichtete die Tageszeitung «Hürriyet». Ein türkischer Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Regierung werde den Bericht offiziell weder bestätigen noch dementieren.

Der IS hatte die Türken im Juni aus dem türkischen Konsulat in der nordirakischen Stadt Mossul verschleppt. Am Samstag waren sie freigekommen. Ankara hatte die Freilassung als Ergebnis einer «geheimen Rettungsaktion» bezeichnet. Am Sonntag sagte Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, es sei «unwichtig, ob es einen Austausch gab oder nicht».

Liwaa al-Tauhid ist eine den islamistischen Muslimbrüdern nahestehende Rebellengruppe, die sich von den moderaten Rebellen der Freien Syrischen Armee losgesagt hat. Unter den Freigelassenen IS-Angehörigen ist laut «Hürriyet» auch die Familie des ranghohen IS-Mitglieds Hadschi Bakr. Er selbst soll im Januar bei Gefechten zwischen IS-Kämpfern und der Freien Syrischen Armee getötet worden sein.

AFP/thu

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch