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Bei Strassenkämpfen in Burma sterben zwei Menschen

Rund 200 Menschen beteiligten sich in Burma an Strassenschlachten, drei Moscheen wurden zerstört. Nun verhängte die Polizei eine nächtliche Ausgangssperre.

Nach dem Tod zweier Menschen und der Zerstörung mehrerer Moscheen im Zentrum von Burma ist eine nächtliche Ausgangssperre verhängt worden. Die Ausgangssperre gelte von 20 Uhr abends bis 5 Uhr morgens, verlautete aus der Polizei in Meiktila in der Nähe von Mandalay.

Die Massnahme sei ergriffen worden, «weil die Situation sich verschlimmert» habe, sagte ein Polizeibeamter der Nachrichtenagentur AFP. Bislang sei die Lage noch nicht unter Kontrolle gebracht worden.

Die Gewalt war offenbar nach einem Streit zwischen einem muslimischen Verkäufer und seinen Kunden ausgebrochen, der zu einer Prügelei führte. Etwa 200 Menschen beteiligten sich an Strassenschlachten.

Ein buddhistischer Mönch und ein 26-jähriger Mann starben laut einer Mitteilung auf der Facebook-Seite der burmesischen Polizei, nachdem sie mit Verbrennungen ins Spital eingeliefert worden waren. Drei Moscheen wurden den Angaben zufolge zerstört. Zunächst war unklar, ob es sich um religiös motivierte Gewalt handelte.

Vergangenes Jahr waren im Westen Burmas bei Auseinandersetzungen zwischen der buddhistischen Volksgruppe der Rakhine und der muslimischen Minderheit der Rohingya mindestens 180 Menschen getötet und mehr als 115'000 Menschen vertrieben worden. Burmas Bevölkerung ist zu fast 90 Prozent buddhistisch, gut vier Prozent sind Muslime.

SDA/chk

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