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Australische Polizei verhindert Anschlag auf Flugzeug

In Vororten von Sydney wurden bei Hausdurchsuchungen vier mutmassliche Islamisten verhaftet. Sie sollen einen Sprengstoffanschlag auf ein Flugzeug geplant haben.

Razzia in Sydney: Vier mutmassliche Islamisten wurden verhaftet. (Video: Tamedia/AP)

Die Polizei in Australien hat nach Regierungsangaben einen islamistischen Terroranschlag auf ein Flugzeug verhindert. Bei Razzien in mehreren Vororten Sydneys seien am Samstagabend vier Menschen festgenommen worden, sagte Premierminister Malcolm Turnbull am Sonntag bei einer Pressekonferenz.

Die Polizei hatte nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen Informationen bekommen, dass jemand in Sydney plante, ein Flugzeug zum Absturz zu bringen. Die Sicherheitsvorkehrungen an australischen Flughäfen wurden nach dem Vorfall verstärkt.

Terrorgefahr bleibt bestehen

Die Terrorbedrohung bleibe in Australien weiterhin wahrscheinlich, so Turnbull. Reisende sollten in den kommenden Tagen wegen der verstärkten Sicherheitschecks früher als sonst üblich zum Flughafen kommen. Es gäbe Ermittlungen, dass die Luftfahrtindustrie das Ziel des vermeintlichen Terroranschlags gewesen sei, erklärte Polizeichef Andrew Colvin. Es habe keine Hinweise gegeben, dass die Sicherheit des Flughafens in Sydney beeinträchtigt gewesen sei. Die Polizei gehe von «islamistisch inspiriertem» Terrorismus aus, so Colvin.

Schlag gegen den Terror: In Vororten von Sydney werden vier verdächtige Männer festgenommen. (29. Juli 2017)
Schlag gegen den Terror: In Vororten von Sydney werden vier verdächtige Männer festgenommen. (29. Juli 2017)
William West, AFP
Bei den verhafteten Männern soll es sich um Islamisten handeln. (29. Juli 2017)
Bei den verhafteten Männern soll es sich um Islamisten handeln. (29. Juli 2017)
Sam Mooy, Keystone
Der australische Regierungschef Malcolm Turnbull informiert die Medien. (29. Juli 2017)
Der australische Regierungschef Malcolm Turnbull informiert die Medien. (29. Juli 2017)
Sam Mooy, Keystone
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Der Plan sei der 13. Fall einer ernstzunehmenden Bedrohung gewesen seit Australiens Terrorstufe 2014 angehoben wurde, sagte Justizminister Michael Keenan. Fünf Vorhaben seien umgesetzt worden. Die Hauptbedrohung sei immer noch eine Attacke eines Einzeltäters, so Keenan. Die Razzia habe jedoch gezeigt, dass es für mutmassliche Täter immer noch die Möglichkeit ausgeklügelter Pläne zu entwickeln gebe. Jeder in Australien sollte aufmerksam sein.

40 Polizisten stürmten Haus

Der Razzia-Einsatz wurde von der australischen Bundespolizei, der Polizei des Staates New South Wales und dem australischen Geheimdienst gemeinsam durchgeführt. Die Durchsuchungen und Ermittlungen könnten auch in den kommenden Tagen noch anhalten, so Colvin.

Der TV-Sender Seven Network berichtete, dass 40 Polizisten eines Spezialeinsatzkommandos ausgerüstet mit Gasmasken ein Haus stürmten, bevor ein Sonderteam für Sprengsätze einen verdächtigen Gegenstand dort fand. Nähere Details zu dem Fund wurden zunächst nicht bekannt.

Welche Straftaten den Festgenommenen vorgeworfen wurden, sagte Polizeichef Colvin zunächst nicht. Keiner von ihnen habe am Flughafen gearbeitet. Die Realität mit Terrorismus sei, dass nicht gewartet werden könne, bis das ganze Puzzle zusammengesetzt sei, so Colvin. Denn dann könnte es bereits ernste Konsequenzen geben. Seit 2014 sind nach Angaben des Justizministeriums bei 31 Einsätzen in Zusammenhang mit Terrorismus 70 Verdächtige rechtlich belangt worden.

(AP)

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