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Anschlag auf US-Botschaft in Kabul vereitelt

In Afghanistan haben Nato-Truppen einen Anschlag auf die US-Botschaft verhindern können. Derweil suchen auch die Soldaten am Hindukusch etwas weihnachtliche Beschaulichkeit.

Unter Beschuss: An der Grenze zu Pakistan ist für die US-Soldaten kaum an Weihnachten zu denken.
Unter Beschuss: An der Grenze zu Pakistan ist für die US-Soldaten kaum an Weihnachten zu denken.
Keystone
Weihnachtsmesse in Kabul: Die US-Truppen an Heiligabend auf der Basis Camp Phoenix in der afghanischen Hauptstadt.
Weihnachtsmesse in Kabul: Die US-Truppen an Heiligabend auf der Basis Camp Phoenix in der afghanischen Hauptstadt.
Keystone
Auf der Luftwaffenbasis in Bagram wird mit einem kleinen Konzert Weihnachten gefeiert.
Auf der Luftwaffenbasis in Bagram wird mit einem kleinen Konzert Weihnachten gefeiert.
Keystone
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Einheiten der Internationalen Schutztruppen für Afghanistan (ISAF) haben eigenen Angaben zufolge einen Anschlag auf die US-Botschaft in der Hauptstadt Kabul vereitelt. Dabei kamen nach ISAF-Angaben am Freitag zwei Angreifer ums Leben.

Die ISAF-Einheiten gerieten unter Beschuss, als sie sich zwei Fahrzeugen nähern und auf Sprengstoff untersuchen wollten, wie es in einer Mitteilung der NATO-geführten Truppen hiess. Nachdem sie das Feuer erwidert hätten, seien zwei Angreifer getötet worden.

Ein weiterer habe festgenommen werden können, nachdem er in ein nahe gelegenes Büro-Gebäude geflüchtet war. Bei der Schiesserei seien zudem zwei Unbeteiligte in dem Gebäude verletzt worden, hiess es weiter. Bei der Razzia seien zahlreiche Waffen beschlagnahmt worden.

Regierung widerspricht NATO

Gemäss der ISAF geschah der Zwischenfall auf dem Gelände einer privaten Sicherheitsfirma. NATO-Soldaten seien Geheimdiensthinweisen nachgegangen, wonach dort zwei Fahrzeuge mit Sprengstoff beladen würden, die für einen Angriff auf die Botschaft verwendet werden sollten.

Gemäss ISAF war die Razzia eine gemeinsame Aktion von ISAF- Soldaten und afghanischen Sicherheitskräften. Dieser Darstellung widersprach das Innenministerium in Kabul: Die Durchsuchung sei nicht mit den afghanischen Behörden abgesprochen worden. Zudem gebe es keine Hinweise, dass die Sicherheitsleute zuerst geschossen hätten. Man werde den Vorfall untersuchen, erklärte das Ministerium.

Anschlag auf Entwicklungshelfer

In Nordafghanistan wurde am Freitag ein Anschlag auf ein Fahrzeug der deutschen Entwicklungszusammenarbeit verübt. Ein Mann wurde schwer verletzt, wie das deutsche Entwicklungsministerium in Berlin mitteilte. Den Angaben zufolge wurde das Fahrzeug im nordafghanischen Qhashqargan beschossen.

Nach ersten Informationen sei das Fahrzeug mit vier Personen besetzt gewesen. Unter den Insassen war gemäss dem Ministerium ein deutscher Berater der KfW Entwicklungsbank, der schwer verletzt wurde. Ein afghanischer Mitarbeiter sei leicht verletzt worden. Die Betroffenen waren Mitarbeiter eines Projekts, das den Bau einer Strasse zwischen Kholm und Kunduz koordiniert.

SDA/jak

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