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Al-Qaidas Nummer zwei getötet

Weiterer schwerer Schlag gegen Al-Qaida: Atijah Abd al Rahman wurde in Pakistan getötet. Er galt als Schlüsselfigur im Terrornetzwerk.

Wurde in Pakistan getötet: Das Fahndungsfoto von Atijah Abd al-Rahman.
Wurde in Pakistan getötet: Das Fahndungsfoto von Atijah Abd al-Rahman.
Keystone

Knapp vier Monate nach der Tötung von Osama bin Laden ist der al-Qaida nach US-Angaben ein weiterer schwerer Schlag versetzt worden: Die neue Nummer zwei des Terrornetzwerks, Atijah Abd al-Rahman, wurde in Pakistan getötet. Das teilte ein ranghoher Regierungsmitarbeiter am Samstag in Washington mit. Nach seinen Angaben war Rahman an der Planung von einer Reihe von Anschlägen massgeblich beteiligt.

Der Libyer kam demnach bereits am Montag in der Stammesregion Waziristan ums Leben. Wie Al-Rahman getötet wurde, wollte der Regierungsmitarbeiter nicht sagen. Am Montag war ein Drohnenangriff des US-Geheimdienstes CIA in Waziristan gemeldet worden.

Al-Rahman stieg nach der Tötung Osama bin Ladens durch US-Spezialeinheiten Anfang Mai in Pakistan zur Nummer zwei von al-Qaida auf. Er war vermutlich Mitte 30.

Schlüsselfigur

Der Libyer war von Bin Laden zum Iran-Beauftragten bestimmt worden und sollte neue Terroristen rekrutieren. Er soll sich zusammen mit Bin Laden im Herbst 2001 in das unwegsame afghanisch-pakistanische Grenzgebiet zurückgezogen haben. Al-Rahman hatte sich dem Al-Qaida-Chef in Afghanistan bereits als Jugendlicher für den Kampf gegen die Sowjetunion angeschlossen.

Eine weitere Gewährsperson sagte, Al-Rahmans Tod sei ein schwerer Schlag für al-Qaida. Bin Ladens Nachfolger Aiman al-Sawahiri sei auf die Erfahrung und die Kontakte seines Stellvertreters angewiesen gewesen. Nach Al-Rahmans Tod werde es für Al-Sawahiri schwieriger, die zunehmend als geschwächt eingestufte al-Qaida zu leiten.

Sieg in Reichweite

US-Verteidigungsminister Leon Panetta hatte im Juli erklärt, der Sieg gegen das Terrornetzwerk sei in Reichweite, falls die USA weitere erfolgreiche Angriffe gegen seine Führungsriege verbuchen könnten. Die USA müssten noch bis zu 20 Führungsmitglieder der Terrororganisation töten oder gefangennehmen.

Im vergangenen Jahr hatte es schon einmal Berichte über den Tod al Rahmans gegeben. Er sei bei einem Drohnenangriff getötet worden, hiess es. Weder die US-Regierung noch al-Qaida hatte die Berichte damals bestätigt.

(dapd)

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