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Afghanistan-Einsatz ist unterschätzt worden

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat eingeräumt, dass die internationale Gemeinschaft den Einsatz am Hindukusch unterschätzt hat. Insbesondere die Zahl der getöteten Soldaten sei höher als erwartet.

«Bedauerlicherweise wird es mehr Opfer geben»: Fogh Rasmussen.
«Bedauerlicherweise wird es mehr Opfer geben»: Fogh Rasmussen.
Reuters

«Nach neun Jahren internationalen Engagements ist es auf schmerzvolle Weise deutlich geworden, dass der Preis, den wir zahlen müssen, viel höher ist als erwartet», schreibt Rasmussen in einem Gastbeitrag für das «Hamburger Abendblatt» vom Montag. «Es kann nicht bestritten werden, dass die internationale Gemeinschaft anfangs das Ausmass dieser Herausforderung unterschätzte.»

Rasmussen machte deutlich, dass er mit weiter steigenden Opferzahlen rechnet. Die Militäroffensiven in das Kerngebiet der Taliban würden «unweigerlich zu heftigeren Gefechten führen», schreibt der Generalsekretär. «Bedauerlicherweise wird es mehr Opfer geben.» Die militärischen Aktionen seien aber von enormer politischer Bedeutung. «Sie tragen dazu bei, die Taliban sowohl politisch als auch militärisch zu schwächen.»

Ein Zeitplan für den Truppenabzug wird erarbeitet

Am Dienstag beginnt in Kabul eine Konferenz zur Zukunft Afghanistans. Bei dem Treffen soll es unter anderem um einen Zeitplan für einen Abzug der internationalen Truppen aus dem Land gehen. «Es wird ein Meilenstein sein in dem Prozess, durch den die Afghanen endlich Herr im eigenen Haus werden», schreibt Rasmussen. Die Einleitung des Übergangs bedeute aber nicht, dass der Kampf um Afghanistans Zukunft vorbei sei.

Die NATO müsse mit der afghanischen Regierung «eine Übereinkunft über eine langfristige Zusammenarbeit treffen». Afghanistan dürfe nicht noch einmal ein sicherer Hafen für den Terror werden, warnte Rasmussen.

SDA/mt

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