Zum Hauptinhalt springen

Abe macht Ernst mit seinem Rechtskurs

Japans Premier ist vom neu gewählten Unterhaus im Amt bestätigt worden.

Die Wirtschaft hat ihn nie interessiert: Japans Premierminister Shinzo Abe nach seiner Wiederwahl. Foto: Reuters
Die Wirtschaft hat ihn nie interessiert: Japans Premierminister Shinzo Abe nach seiner Wiederwahl. Foto: Reuters

Es sei seine «historische Herausforderung», die japanische Verfassung zu ändern, sagte Shinzo Abe an Heilig­abend nach seiner Wiederwahl zum Premier. Insbesondere will er den Friedensparagrafen abschaffen, der Japan jegliches Kriegführen und sogar den Unterhalt einer stehenden Armee verbietet. Dieser Paragraf 9 ist von mehreren Regierungen neu «interpretiert» worden, schon von Abes Gross­vater Nobusuke Kishi, dem Regierungschef von 1957 bis 1960. Und voriges Jahr von Abe selbst. Japan verfügt über eine der grossen Armeen der Welt und erlaubt es sich schon lange, sich zu verteidigen. Abe genügt das nicht. Sein Japan soll auch militärisch zur regionalen Führungsmacht werden.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.