Kim pfeift auf Südkoreas Angebot

Am Asean-Forum auf den Philippinen haben sich die Aussenminister Nord- und Südkoreas getroffen. Das Gespräch fiel sehr kurz aus.

Pokert hoch: Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un(r.) auf einem Bildschirm in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. (6. August 2017)

Pokert hoch: Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un(r.) auf einem Bildschirm in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. (6. August 2017) Bild: AP Photo/Ahn Young-joon/Keystone

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Die Aussenminister von Nord- und Südkorea haben sich nach einem Agenturbericht am Rande des Asean-Regionalforums in Manila getroffen.

Bei dem kurzen Zusammentreffen in der philippinischen Hauptstadt habe die südkoreanische Chefdiplomatin Kang Kyung-wha ihren nordkoreanischen Kollegen Ri Hong-yo aufgefordert, das Angebot zum Dialog anzunehmen, meldete die Nachrichtenagentur Yonhap am Montag unter Berufung auf einen Vertreter des Aussenamts in Seoul.

Ri habe dies zurückgewiesen. Der nordkoreanische Aussenminister erklärte demnach, das Angebot aus Seoul sei nicht aufrichtig.

Verbündeter erhöht Druck

Im Atomstreit mit Nordkorea hatte zuvor der wichtigste Verbündete Pyongyangs den Druck erhöht: China stimmte im UNO-Sicherheitsrat drastischen Handelssanktionen gegen Nordkorea zu und forderte das Land am Sonntag indirekt auf, seine Atom- und Raketentests zu stoppen.

Chinas Aussenminister Wang Yi sprach sich zudem für eine Wiederaufnahme der Sechser-Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm aus. Die Gespräche, für die China die USA, Russland, Japan sowie Nord- und Südkorea an einen Tisch holte, liegen seit Jahren auf Eis.

Die ganze Welt gegen Nordkorea

US-Aussenminister Rex Tillerson sagte in Manila, das Votum des UNO-Sicherheitsrats zu drastischen Handelssanktionen gegen Nordkorea zeige, dass die Weltmächte geeint seien in ihrem Willen, die koreanische Halbinsel von Atomwaffen zu befreien. Er bekräftigte vor Journalisten am Rande des Asean-Forums, die Führung in Pyongyang müsse ihr Raketenprogramm beenden, wenn sie Gespräche mit den USA über ein Ende der Krise führen wolle.

Derweil erklärte das Weisse Haus nach einem Telefonat von US-Präsident Donald Trump und seinem südkoreanischen Kollegen Moon Jae-in, die beiden Staatschefs sähen in Nordkorea eine «direkte, ernste und wachsende» Bedrohung. Dies gelte auch für Japan und die meisten anderen Länder der Welt, hiess es in der Mitteilung am Sonntag in Washington. (chk/sda)

Erstellt: 07.08.2017, 06:22 Uhr

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