Störfall im weltweit grössten AKW

Im japanischen AKW Kashiwazaki-Kariwa wurde ein defektes Ventil registriert. Ein Bericht offenbart zudem weitere beunruhigende Details über die grösste Atomanlage der Welt.

Nach einem Erbeben gab es im Jahr 2007 folgenschwere Störfälle: Archivbild des Atomkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa.

Nach einem Erbeben gab es im Jahr 2007 folgenschwere Störfälle: Archivbild des Atomkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa. Bild: Keystone

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Im japanischen Atomkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa, der weltgrössten Atomanlage der Welt, hat es einen Defekt im Kühlsystem gegeben. Ein Ventil habe nicht funktioniert, zitierte heute die Nachrichtenagentur Kyodo den Betreiber Tepco.

Das Ventil sei wichtig, wenn im Notfall Wasser zum Reaktor gepumpt werden müsse. Es sei «unwahrscheinlich», dass wegen des Defekts im Atomkraftwerk an der Westküste radioaktive Substanzen freigesetzt wurden.

Schwere Störfälle im Jahr 2007

In der aus sieben Reaktoren bestehenden weltgrössten Atomanlage hatte es 2007 nach einem Beben folgenschwere Störfälle gegeben. In dem Kraftwerk in der japanischen Provinz Niigata war damals unter anderem radioaktiv belastetes Wasser aus einem Leck ins Meer geflossen.

Zudem fing ein Transformator ausserhalb der Reaktorhallen Feuer. Insgesamt wurden 50 technische Defekte registriert – die Tepco zunächst nicht meldete. Ende Februar dieses Jahres war in Japan ein Bericht veröffentlicht worden, demzufolge in dem Kraftwerk etliche Geräte schlecht gewartet wurden.

(mrs/sda)

Erstellt: 06.05.2011, 10:25 Uhr

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