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13 Tote bei zwei Selbstmordanschlägen im Irak

Bei zwei Selbstmordanschlägen im Irak sind am Sonntag 13 Menschen getötet worden. Polizeiangaben zufolge sprengte sich in der Stadt Ramadi ein Attentäter mit einer Autobombe vor einem Polizeioposten in die Luft.

Eindrücklicher Krater: Die Explosion der Autobombe riss ein grosses Loch in den Asphalt.
Eindrücklicher Krater: Die Explosion der Autobombe riss ein grosses Loch in den Asphalt.
Keystone

Beim Selbstmordanschlag in Ramadi wurden nach Angaben des Krankenhauses der Stadt elf Menschen getötet. Unter ihnen waren demnach sechs Polizisten, eine Frau und ein Kameramann eines örtlichen Fernsehsenders. 41 Menschen wurden verletzt. Der Wagen explodierte der Polizei zufolge 200 Meter vom Gouverneurssitz entfernt.

«Ich habe Körper durch die Luft fliegen sehen, die Leute haben geschrieben, andere sind in alle Richtungen gerannt», sagte ein Polizist, der bei dem Anschlag verletzt wurde und im Krankenhaus lag. Ramadi ist die Hauptstadt der Provinz El Anbar, die lange Zeit als Hochburg islamischer Aufständischer galt.

Anschlag auf eine Prozession

Im 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad gelegenen Bakuba zündete ein Selbstmordattentäter inmitten einer Prozession von Schiiten seine Sprengstoffweste. Die Prozession hatte vor dem grossen Aschura-Fest stattgefunden, bei dem am Freitag die schiitischen Muslime an den Tod des Enkels des Propheten Mohammed, Imam Hussein, erinnern.

Er war im Jahr 680 von den Truppen des sunnitischen Kalifen Jasid in der Schlacht bei Kerbela getötet worden. Das Ereignis führte zum endgültigen Bruch zwischen Schiiten und Sunniten im Islam.

AFP/pbe

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