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Wirtschaft ist neue Hauptsorge der US-Wähler

Die Finanzkrise hat den Irak-Krieg als wichtigstes Thema im Wahlkampf abgelöst. Bush verzeichnet derweil ein Allzeit-Tief in der Wählergunst.

Dies geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Instituts Harris hervor. 54 Prozent der Befragten nannten die Konsolidierung der Wirtschaft als eine der Hauptaufgaben, die eine neue US-Regierung zu lösen habe.

Damit seien sich erstmals seit mehr als zehn Jahren mehr als die Hälfte der US-Bürger über die Dringlichkeit eines Themas einig. Im August hatten nur 43 Prozent der US-Bürger die Wirtschaft als wichtiges politisches Thema genannt, vor einem Jahr sogar nur 13 Prozent.

Bush auf Allzeit-Tief

Den Irak-Krieg nannten laut Harris 17 Prozent der US-Bürger und damit erstmals seit vier Jahren weniger als ein Fünftel als entscheidendes Thema. Als wichtige Themen wurden im September auch das Gesundheitssystem (21 Prozent) und die Treibstoffpreise (11 Prozent) angesehen.

Das Ansehen von US-Präsident George W. Bush litt gemäss der Befragung unter der Finanzkrise. Seine Zustimmungsrate lag bei gerade einmal 24 Prozent und damit so niedrig wie bei ihrem bisherigen Allzeit-Tief im April.

Schlechte Stimmung

Die Befragung der gut 1000 US-Wähler hatte am 17. September begonnen und war am 21. September abgeschlossen worden, also einen Tag, nachdem die US-Regierung ein Rettungspaket mit einem Umfang von 700 Milliarden Dollar für den Finanzsektor angekündigt hatte.

Die Sorgen der US-Wähler sind laut der Umfrage sechs Wochen vor der Präsidentschaftswahl gross. Mehr als drei Viertel der Befragten gab an, ihr Land bewege sich in die falsche Richtung, nur 17 Prozent waren anderer Meinung. Ausserdem waren 81 Prozent mit der Politik der Kongressabgeordneten unzufrieden.

SDA/oku

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