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Wird Trump dank seiner neuen Managerin «fair und menschlich»?

Elf Millionen Ausländer ohne Aufenthaltsbewilligung leben in den USA. Gegen die wollte Donald Trump hart vorgehen – doch seine Wahlkampfmanagerin verspricht einen weicheren Kurs.

Weniger harte Einwanderungspolitik: Donald Trumps neue Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway beantwortet im Trump Tower die Fragen der Reporter. (17. August 2016)
Weniger harte Einwanderungspolitik: Donald Trumps neue Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway beantwortet im Trump Tower die Fragen der Reporter. (17. August 2016)
AP Photo/Gerald Herbert, Keystone

Die neue Wahlkampfmanagerin des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump hat eine weniger harte Einwanderungspolitik als bislang angekündigt angedeutet. Ob Trump an seinem Vorschlag für eine Art Deportationspolizei festhalte, werde noch geprüft.

Der Geschäftsmann plane einen «fairen und menschlichen» Ansatz im Umgang mit den Millionen von Menschen ohne Bleiberecht in den USA, sagte Kellyanne Conway am Sonntag dem Sender CNN. In den USA leben elf Millionen Ausländer ohne Aufenthaltserlaubnis. Das entspricht der Bevölkerung Belgiens.

«Was zum Teufel habt ihr zu verlieren?»

«Was habt ihr zu verlieren, wenn ihr etwas Neues ausprobiert – wie Trump? Ihr lebt in Armut, eure Schulen sind nicht gut, ihr habt keine Jobs, 58 Prozent eurer jungen Leute sind arbeitslos – was zum Teufel habt ihr zu verlieren?», appellierte der Präsidentschaftskandidat an die schwarzen Wähler.

Trump hielt seine Rede vor einem Saal voller Weisser im Ort Dimondale, wo nur gerade 0,7 Prozent schwarz sind. Da lässt die Kritik nicht lange auf sich warten: «Schlechter hätte es Donald Trump nicht machen könnten, urteilte die «Washington Post».

Das afroamerikanische Onlinemagazin «The Root» meint spöttisch: Trump den schwarzen Wählern schmackhaft zu machen, «das ist ähnlich schwierig wie einen Veganer davon zu überzeugen, sich von Double Whopper mit Speck zu ernähren».

Umstrittene Mauer

Trump hat bislang im Wahlkampf ein hartes Vorgehen mit Zwangsausweisungen und dem Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko versprochen. Kritiker haben seine Vorschläge als unmenschlich, unbezahlbar und unrealistisch bezeichnet.

Der Republikaner liegt in Umfragen hinter seiner Rivalin Hillary Clinton: Der jüngsten Reuters/Ipsos-Erhebung zufolge führt die Demokratin mit acht Prozentpunkten. In der vergangenen Woche baute Trump sein Wahlkampfteam um. Gewählt wird Anfang November.

SDA/foa

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