Zum Hauptinhalt springen

Verschärfter Ton bei Republikaner-Duell

Der erzkonservative Rick Perry und der moderatere Mitt Romney haben ihre Rollen als Favoriten auf eine Präsidentschaftskandidatur bestätigt. Doch auch die Tea-Party-Frau Michele Bachmann legt wieder zu.

Wer hat das Herz am rechteren Fleck? Mitt Romney (l.) und Rick Perry bei der Nationalhymne, die zu Beginn der Debatte auf CNN gespielt wird. (12. September 2011)
Wer hat das Herz am rechteren Fleck? Mitt Romney (l.) und Rick Perry bei der Nationalhymne, die zu Beginn der Debatte auf CNN gespielt wird. (12. September 2011)
Reuters
Schenken sich nichts: Perry (r.) hat Romney kurz nach dem Einstieg ins Rennen überholt. (12. September 2011)
Schenken sich nichts: Perry (r.) hat Romney kurz nach dem Einstieg ins Rennen überholt. (12. September 2011)
Reuters
Auch er ist bei der Tea Party äusserst beliebt: Der Unternehmer Herman Cain gilt als sehr konservativ. (7. September 2011)
Auch er ist bei der Tea Party äusserst beliebt: Der Unternehmer Herman Cain gilt als sehr konservativ. (7. September 2011)
Keystone
1 / 8

Im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur in den USA wird das Klima zunehmend hitziger. Bei ihrem zweiten Fernsehduell innerhalb von nur einer Woche lieferten sich gestern Abend acht Bewerber in Tampa (Florida) teils heftige Wortgefechte hauptsächlich über wirtschafts- und sozialpolitische Fragen.

Zielscheibe war vor allem der texanische Gouverneur Rick Perry, der laut Umfragen das Kandidatenfeld zurzeit anführt. Bei der Konfrontation versuchten die übrigen Bewerber, Perrys Bilanz als Gouverneur infrage zu stellen, um ihm seine Position als bislang aussichtsreichster Kandidat für ein Antreten gegen US-Präsident Barack Obama im kommenden Jahr streitig zu machen.

Renten als «monströse Lüge»

Perry, ein Vertreter der religiösen Rechten, hatte erst im vergangenen Monat den Hut in den Ring geworfen und war prompt an dem moderateren bisherigen Spitzenreiter Mitt Romney, Exgouverneur von Massachusetts, vorbeigezogen.

So verschärfte sich auch der Ton zwischen Romney und Perry in der gestrigen TV-Debatte beträchtlich. Beide stritten vor allem über das derzeitige Rentensystem, das Perry zuvor wegen seiner unsicheren finanziellen Zukunft als «monströse Lüge» bezeichnet hatte.

Bachmann gewinnt an Boden

Nach ersten Experteneinschätzungen behaupteten Perry und Romney ihre Spitzenpositionen. Die Kongressabgeordnete Michele Bachmann, vor Perrys Einstieg ins Rennen der unangefochtene Liebling der populistischen Tea Party, konnte demnach wieder leicht an Boden gewinnen. Sie war in den vergangenen Wochen in Umfragen teilweise abgeschlagen auf den vierten Platz abgerutscht.

In der Debatte präsentierte sie sich als besonders strikte Verfechterin radikalkonservativer Positionen – allem voran eine Verringerung des Regierungsbefugnisse auf ein absolutes Minimum.

Die acht Rivalen waren zum zweiten Mal innerhalb von nur einer Woche zu einer Debatte zusammengekommen. Neben Perry und Romney waren unter anderem auch die republikanischen Bewerber Michele Bachmann, Newt Gingrich und Jon Huntsman zu der von der konservativen «Tea Party» gesponserten Konfrontation erschienen.

SDA/ami

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch