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US-Kongress unterstützt Ukraine mit einer Milliarde

Mit grosser Mehrheit stimmte nach dem Senat auch das Repräsentantenhaus für Kreditgarantien zugunsten der Ukraine. Gleichzeitig erwägen die USA ein Kriegsschiff in die Region zu schicken.

Erklären die Gründe für die Ukraine-Hilfe: Die US-Parlamentarier Bob Corker (links) und Robert Menendez. (27. März)
Erklären die Gründe für die Ukraine-Hilfe: Die US-Parlamentarier Bob Corker (links) und Robert Menendez. (27. März)
AFP

Der US-Kongress hat die vorgesehenen Finanzhilfen für die Ukraine gebilligt. Nach der Zustimmung des Senats in der vergangenen Woche gab am Dienstag auch das Repräsentantenhaus mit grosser Mehrheit grünes Licht für Kreditgarantien im Umfang von einer Milliarde Dollar.

378 Abgeordnete stimmten dafür, 34 Parlamentarier dagegen. Der Beschluss muss nun noch von US-Präsident Barack Obama unterzeichnet werden.

Hilfe auch aus Europa

Der Ukraine droht nach dem Verlust der Schwarzmeerhalbinsel Krim an Russland auch ein finanzielles Desaster. Die frühere Sowjetrepublik hing zuletzt am Tropf der Regierung in Moskau, die ihre Hilfen nach der Entmachtung des prorussischen Staatschefs Wiktor Janukowitsch in Kiew allerdings einfror.

Die ukrainische Übergangsregierung bezifferte den Bedarf an Finanzhilfen allein für das laufende Jahr auf mindestens 15 Milliarden Dollar. Der IWF stellte Kiew in der vergangenen Woche einen Hilfskredit von bis zu 18 Milliarden Dollar in Aussicht. Zudem plant auch die Europäische Union eigene Hilfen.

US-Kriegsschiff ins Schwarze Meer?

Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise erwägen die USA offenbar eine Verlegung eines Kriegsschiffs in das Schwarze Meer. Das teilte ein ranghoher Pentagonbeamter am Dienstag in Washington mit. Demnach gibt es auch Überlegungen, ein kleines Team von Soldaten nach Europa zu entsenden. Dies sei Teil der Bemühungen der Nato, Verbündeten in Osteuropa den Rücken zu stärken, die Russlands Annexion der Krim als Bedrohung wahrnehmen.

Zwar suchten US-Kommandeure derzeit nach Wegen, die amerikanische Militärpräsenz in der Region zu verstärken. Doch ermutige Washington seine Verbündeten zugleich, die Nato-Mission zur Luftüberwachung der baltischen Staaten mit weiteren Flugzeugen zu unterstützen und die militärische Hilfe für Polen aufzustocken. Diese Schritte haben die USA bereits unternommen.

Die Nato setzte am Dienstag ihre zivile und militärische Kooperation mit Russland wegen der Ukraine-Krise aus.

SDA/chk

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