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US-Armee groundet F-35-Flotte

Prestigeträchtig, teuer und fehleranfällig: Die Tarnkappenbomber der neusten Generation sorgen in der US-Luftwaffe erneut für hektisches Treiben.

Kommt einfach nicht aus der Problemzone hinaus: Ein F-35-Tarnkappenbomber auf der Luftwaffenbasis Eglin in Florida. (Archivbild, 2011)
Kommt einfach nicht aus der Problemzone hinaus: Ein F-35-Tarnkappenbomber auf der Luftwaffenbasis Eglin in Florida. (Archivbild, 2011)
Reuters

Die US-Armee hat nach einem Brand an Bord eines Tarnkappenbombers vom Typ F-35 sämtliche Flüge mit dem neuen Gerät gestoppt. Marine und Luftwaffe wiesen am Donnerstag ein vorläufiges Flugverbot an, um die Triebwerke des Kampfjets abermals zu überprüfen.

Noch ist unklar, warum das Feuer in der vergangenen Woche an Bord einer F-35 auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Eglin ausbrach. Der Triebwerkshersteller Pratt & Whitney kündigte an, bei der Fehlersuche eng mit dem US-Militär zusammenzuarbeiten.

Ein Milliarden-Geschäft

Die Anschaffung der mehr als 2400 Tarnkappenbomber ist das teuerste Rüstungsprojekt in der Geschichte des Pentagons. Jedes einzelne Flugzeug kostet allein etwa 160 Millionen US-Dollar.

Das Programm liegt schon seit Jahren deutlich hinter dem Zeitplan, die Kosten explodieren. Wegen der neuen technischen Probleme steht auch die geplante Teilnahme der F-35 an verschiedenen Luftfahrtschauen in Frage, etwa im britischen Farnborough Mitte Juli. Die F-35 soll die älteren Kampf-Jets F-16 und F/A-18 ersetzen.

Anhaltende Kritik

«Die F-35 ist ein riesiges Problem wegen ihre wachsenden, ohnehin schon unbezahlbaren Kosten und ihrer gigantisch enttäuschenden Leistung», sagte bereits letztes Jahr ein Sprecher des Projekts, Winslow Wheeler. «Diese Leistung wäre an sich schon inakzeptabel, wenn das Flugzeug die viel zu geringen Anforderungen erfüllen würde – was es nicht tut.»

(AFP)

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