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USA wollen im Jemen Drohnen einsetzen

Die USA haben im Jemen bereits vor mehreren Monaten Drohnen stationiert, um gegen das Terrornetzwerk al-Qaida vorzugehen. Die Behörden im Jemen kritisieren den Einsatz von US-Drohnen.

Die Drohnen sollen mit Raketen das Terrornetzwerk al-Qaida angreifen: Eine US-Drohne (Archiv).
Die Drohnen sollen mit Raketen das Terrornetzwerk al-Qaida angreifen: Eine US-Drohne (Archiv).

Die USA haben einem Zeitungsbericht zufolge bereits vor Monaten Drohnen im Jemen stationiert. Mit den unbemannten Flugzeugen solle gegen Mitglieder des Terrornetzwerkes al-Qaida vorgegangen werden, berichtete die «Washington Post» am Sonntag.

Da bisher aber verlässliche Angaben über deren Aufenthaltsorte fehlten, habe noch keine der Drohnen Raketen abgefeuert. Die Terrororganisation al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) hatte sich kürzlich zu den versuchten Anschlägen mit Paketbomben aus dem Jemen bekannt.

Im Kampf gegen den Terrorismus will Interpol derweil technische Details der beiden abgefangenen Paketbomben aus dem Jemen veröffentlichen. Damit die Behörden in den Mitgliedsstaaten gefährliche Sprengsätze in Zukunft leichter erkennen können, verschickte Interpol am Samstag detaillierte Beschreibungen der Computerdrucker, deren Tonerkartuschen den Sprengstoff PETN enthielten. Die Warnung soll auch öffentlich gemacht werden, damit die Wachsamkeit in der Bevölkerung steige.

Sprengsätze in Grossbritannien und Dubai entdeckt

Die Sprengsätze waren vor einer Woche in Grossbritannien und in Dubai entdeckt worden. Die Pakete waren an jüdische Einrichtungen in Chicago adressiert und enthielten Druckerpatronen, in denen der Sprengstoff PETN versteckt war.

Die Behörden im Jemen sehen den Einsatz von US-Drohnen dem Zeitungsbericht zufolge sehr kritisch. Stattdessen hätten sie die USA aufgefordert, bereits versprochene Helikopter und anderes militärisches Gerät zu schicken.

US-Verteidigungsminister Robert Gates hatte am Samstag vor seinem Abflug nach Australien gesagt, die USA dächten darüber nach, wie sie den Jemen angesichts der wachsenden Präsenz von Al-Kaida im Land unterstützen könnten.

SDA/ske

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