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USA wollen Gefangenenaustausch mit Taliban

Seit vier Jahren befindet sich der US-Soldat Bowe Bergdahl in den Händen der Taliban. Die US-Regierung ist nun offen für Verhandlungen. Ob Gefangene aus Guantanamo freigelassen werden könnten, ist noch offen.

USA wollen «über seine sichere Heimkehr» verhandeln: Entführter US-Soldat Bowe Bergdahl. (Archivbild)
USA wollen «über seine sichere Heimkehr» verhandeln: Entführter US-Soldat Bowe Bergdahl. (Archivbild)
AFP

Die US-Regierung gibt sich offen für mögliche Verhandlungen mit den radikalislamischen Taliban über einen Gefangenenaustausch. Die Taliban würden vermutlich über die Übergabe von Häftlingen aus Guantanamo reden wollen, sagte eine Sprecherin des US-Aussenministeriums.

Die USA wiederum wollten mit den Islamisten «über die sichere Heimkehr» des Soldaten Bowe Bergdahl reden, hielt Ministeriumssprecherin Jennifer Psaki am Donnerstag vor Journalisten fest. Bergdahl war 2009 in Afghanistan entführt worden.

Psaki betonte, es sei noch nicht entschieden worden, ob Taliban-Anhänger aus dem Lager Guantanamo freigelassen werden könnten. Auch gebe es weiterhin noch kein Datum und keinen Ort für Verhandlungen mit den Taliban.

Der US-Soldat Bergdahl war am 30. Juni 2009 in Afghanistan verschwunden. Später tauchten mehrfach Fotos und Videos von ihm auf. In einer Videoaufnahme sagte Bergdahl, er sei entführt worden, als er während einer Patrouille hinter den anderen Soldaten zurückblieb.

Die Taliban hatten am Dienstag ein Verbindungsbüro in der katarischen Hauptstadt Doha eröffnet. In der Folge kam es zu Spannungen zwischen der afghanischen Regierung und den USA. Der afghanische Präsident Hamid Karzai fühlte sich offenbar übergangen, weil die US-Regierung auch direkte Gespräche mit den Taliban führen wollte.

SDA/chk

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