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«Er weiss so wenig über Diplomatie wie ein Kind»

Donald Trump stellt die Ein-China-Politik infrage. Peking schiesst zurück und droht mit einem «regelrechten Sturm».

Will Zugeständnisse Pekings bei der Handels-, Währungs- und Aussenpolitik: Foto des designierten US-Präsidenten Donald Trump in einer chinesischen Zeitung. (10. September 2016)
Will Zugeständnisse Pekings bei der Handels-, Währungs- und Aussenpolitik: Foto des designierten US-Präsidenten Donald Trump in einer chinesischen Zeitung. (10. September 2016)
Greg Baker, AFP
Droht, mit der bisherigen Ein-China-Politik der USA zu brechen: Donald Trump im Interview mit Fox News. (10. Dezember 2016)
Droht, mit der bisherigen Ein-China-Politik der USA zu brechen: Donald Trump im Interview mit Fox News. (10. Dezember 2016)
AP Photo/Richard Drew, Keystone
Er kritisierte etwa den Umgang mit dem Wechselkurs der Landeswährung Yuan, das Vorgehen der Volksrepublik im Südchinesischen Meer oder die Beziehungen zum ebenfalls kommunistischen Nordkorea.
Er kritisierte etwa den Umgang mit dem Wechselkurs der Landeswährung Yuan, das Vorgehen der Volksrepublik im Südchinesischen Meer oder die Beziehungen zum ebenfalls kommunistischen Nordkorea.
Don Emmert, AFP
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Chinas Staatsmedien haben den designierten US-Präsidenten Donald Trump in kritischen Kommentaren daran erinnert, dass die sogenannte Ein-China-Politik für die Volksrepublik «nicht verhandelbar» ist. Trump wisse so wenig über Diplomatie «wie ein Kind».

«Die Ein-China-Politik kann nicht verhandelt werden», hiess es heute in der Onlineausgabe der Zeitung «Global Times». Wenn Trump in der Taiwan-Frage «offen» einen Politikwechsel einleite, müsse er sich auf einen «regelrechten Sturm» gefasst machen.

China könne sich «Kräften» zuwenden, die den USA «feindlich» gesinnt seien, falls Trump offen Taiwans Unabhängigkeitsbestrebungen unterstützen oder die Waffenlieferungen der USA an die Insel ausweiten sollte, warnte die Zeitung. China könne solche Länder öffentlich unterstützen oder ihnen heimlich Waffen verkaufen, spekulierte die «Global Times» weiter.

Nicht an Ein-China-Politik gebunden

Der künftige US-Präsident hatte am Sonntag in einem Interview des Fernsehsenders Fox News gedroht, mit der bisherigen Ein-China-Politik der USA zu brechen, sollte Peking bei seiner Handels-, Währungs- und Aussenpolitik keine Zugeständnisse machen. Er verstehe nicht, warum die USA «an eine Ein-China-Politik gebunden sein» müssen, solange wir keine Vereinbarung mit China über andere Dinge treffen, darunter den Handel».

Das Leben des Donald Trump – keine Herausforderung war ihm je zu gross:

Er hat es geschafft: Donald Trump wird der 45. US-Präsident der USA sein. (9. November 2016)
Er hat es geschafft: Donald Trump wird der 45. US-Präsident der USA sein. (9. November 2016)
Evan Vucci/AP, Keystone
Pikant: Obwohl Donald Trump gerne twittert, wird er im Weissen Haus konservativere Kommunikationswege bevorzugen als sein Vorgänger Barack Obama. (31. Dezember 2016)
Pikant: Obwohl Donald Trump gerne twittert, wird er im Weissen Haus konservativere Kommunikationswege bevorzugen als sein Vorgänger Barack Obama. (31. Dezember 2016)
Carlos Osorio, Keystone
Ivana Trump, seine erste Ehefrau. Die Trennung 1990 endete in einem bitteren Scheidungskrieg.
Ivana Trump, seine erste Ehefrau. Die Trennung 1990 endete in einem bitteren Scheidungskrieg.
Keystone
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Die USA hatten im Zuge ihrer Annäherung an die Volksrepublik China 1979 ihre diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abgebrochen und die Führung in Peking als alleinige Regierung Chinas anerkannt, was als Ein-China-Politik bezeichnet wird. Trump hatte zuvor bereits mit einem Telefont mit Taiwans Staatschefin Tsai Ing-wen mit den diplomatischen Traditionen gebrochen und für erhebliche Irritationen in Peking gesorgt.

Trump hat China immer wieder angegriffen

Für die Staatsführung in Peking handelt es sich bei der Ein-China-Politik um eines der heikelsten Themen überhaupt. Sie betrachtet Taiwan bis heute als abtrünnige Provinz. Praktisch jeder offizielle Kontakt eines anderen Staates mit der taiwanischen Regierung trifft bei den kommunistischen Machthabern auf scharfe Kritik.

Trump hat die chinesische Regierung immer wieder angegriffen. In dem Interview kritisierte er etwa den Umgang mit dem Wechselkurs der Landeswährung Yuan, das Vorgehen der Volksrepublik im Südchinesischen Meer oder die Beziehungen zum ebenfalls kommunistischen Nordkorea.

Video: Countdown für Trumps Amtseinführung läuft:

SDA/kat

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