Trump im Strudel der Russlandaffäre

Hat der Kreml Donald Trump zur Präsidentschaft verholfen? Und welche Trump-Berater hatten Russlandkontakte? Ereignisse und Köpfe von Russiagate im Überblick.

«Das ist eine politische Hexenjagd»: US-Präsident Donald Trump.

«Das ist eine politische Hexenjagd»: US-Präsident Donald Trump. Bild: Reuters

Für den amerikanischen Präsidenten Donald Trump ist die sogenannte Russlandaffäre eine einzige Ansammlung von «Fake-News», eine politisch motivierte «Hexenjagd». Seine Gegner hoffen, die Enthüllungen könnten Trumps Präsidentschaft frühzeitig beenden.

Die Russlandaffäre besteht aus einem wuchernden Geflecht aus Vorwürfen, Beschuldigungen, Dementis und Widersprüchen. Schon lange vor seiner Wahl zum mächtigsten Mann der Welt soll Trump in Russland dubiose geschäftliche Beziehungen gepflegt haben, die ihn angeblich erpressbar machen. Mitarbeiter aus Trumps Wahlkampfteam sollen mit russischen Geheimdiensten und Regierungsfunktionären zusammengearbeitet haben, um die Präsidentschaftswahl vom November 2016 zugunsten des Republikaners zu beeinflussen. Ausserdem stehen wichtige Exponenten aus Trumps Umfeld im Verdacht, ihre Kontakte zu Russland genutzt zu haben, um Geld zu waschen und andere Delikte zu begehen.

Verantwortlich für die Untersuchung der Russlandaffäre: Sonderermittler Robert Mueller. Foto: Reuters

Unbestreitbar ist, dass sich Trump und mehrere seiner Mitarbeiter im Verlaufe der Russlandaffäre in Widersprüche verstrickt haben. Um den Präsidenten durch ein Impeachment-Verfahren abzusetzen, müssten seine Gegner im Kongress allerdings eine deutliche Mehrheit besitzen. Das ist im Moment nicht der Fall. Ändern könnten sich die Voraussetzungen für einen Sturz von Trump, falls die Demokraten bei den Midterm-Wahlen im November 2018 (Neuwahl des gesamten Repräsentantenhauses und eines Drittels des Senats) einen klaren Sieg erringen. Oder falls eine genügend grosse Anzahl republikanischer Parlamentarier für Trumps Absetzung votiert. Beide Szenarien sind sehr unwahrscheinlich. (ben)

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.11.2017, 13:08 Uhr

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