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Trump greift Watergate-Reporter verbal an

Donald Trump hat Carl Bernstein das «Erfinden» von Geschichten vorgeworfen. CNN verteidigt den Journalisten.

Donald Trump wirft dem ausgezeichneten Journalisten Carl Bernstein das «Erfinden» von Geschichten vor.
Donald Trump wirft dem ausgezeichneten Journalisten Carl Bernstein das «Erfinden» von Geschichten vor.
MICHAEL REYNOLDS, Keystone
Trump nannte Carl Bernstein (im Bild rechts mit Bob Woodward)  unter anderem «schlampig» und einen «verdorbenen Idioten».
Trump nannte Carl Bernstein (im Bild rechts mit Bob Woodward) unter anderem «schlampig» und einen «verdorbenen Idioten».
Cliff Owen, Keystone
Washington Post writers Carl Bernstein, left, and Robert Woodward, who pressed the Watergate investigation, are photographed in Washington, D.C., May 7, 1973.   It was announced that The Post won the Pulitzer Prize for public service for its stories about the Watergate scandal.  (AP Photo)
Washington Post writers Carl Bernstein, left, and Robert Woodward, who pressed the Watergate investigation, are photographed in Washington, D.C., May 7, 1973. It was announced that The Post won the Pulitzer Prize for public service for its stories about the Watergate scandal. (AP Photo)
Keystone
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US-Präsident Donald Trump hat einen der Watergate-Enthüllungsreporter, Carl Bernstein, verbal attackiert und ihm das «Erfinden» von Geschichten vorgeworfen. «Der schlampige Carl Bernstein – ein Mann, der in der Vergangenheit lebt und wie ein verdorbener Idiot denkt, eine Geschichte nach der anderen erfindet – wird im ganzen Land verlacht», twitterte Trump am Mittwochabend.

Trump attackiert erneut Internet-Konzerne: Google, Facebook und Twitter behandelten Konservative und Republikaner sehr unfair, sagte Trump am Mittwoch zu Journalisten. (Video: Tamedia/Reuters)

Die Enthüllungen der Reporter Bernstein und Bob Woodward in der Watergate-Affäre hatten 1974 zum Rücktritt des damaligen Präsidenten Richard Nixon beigetragen. Bernstein war zuletzt überdies einer der Autoren eines CNN-Berichts über ein Treffen von Trump-Vertrauten mit einer russischen Anwältin im Präsidentschaftswahlkampf 2016, in dem brisantes Material über Trumps Rivalin Hillary Clinton erwartet worden war.

In dem CNN-Bericht wurden Quellen zitiert, denen zufolge Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen gesagt haben soll, Trump habe im Vorfeld von dem Treffen gewusst. Der CNN-Bericht wurde später infrage gestellt, nachdem eine der Quellen ihre Aussagen zurückzog. CNN hält an dem Bericht fest.

«CNN lügt nicht»

Trump attackierte per Twitter am Mittwoch auch den Sender. Dieser werde «von innen heraus zerrissen», weil er «einer grossen Lüge überführt» worden sei und sich weigere, «den Fehler zuzugeben».

CNN reagierte seinerseits: «Machen Sie keinen Fehler, Herr Präsident, CNN lügt nicht. Wir berichten die Nachrichten. Und wir berichten, wenn Leute in Machtpositionen Lügen erzählen. CNN steht zu seiner Berichterstattung und seinen Reportern. Es mag viele Idioten in dieser Geschichte geben, aber Carl Bernstein ist nicht einer von ihnen.»

Trumps Verbal-Attacke auf Bernstein erfolgte kurz vor Erscheinen eines neuen Buches von Woodward. Dem Verlag zufolge schildert das Buch «Fear: Trump in the White House» das «erschütternde Leben in Donald Trumps Weissem Haus».

SDA/nag

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