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«Träumt weiter»

Vor 50 Jahren rief Martin Luther King vor einer Menschenmenge in Washington: «I have a dream». Heute haben sich wieder Tausende versammelt. Es geht ihnen um mehr als die Geschichte.

Wie vor 50 Jahren: Tausende haben sich vor dem Lincoln-Denkmal (hinten) versammelt. (24. August 2013)
Wie vor 50 Jahren: Tausende haben sich vor dem Lincoln-Denkmal (hinten) versammelt. (24. August 2013)
Kevin Lamarque, Reuters
Dreihunderttausend Demonstranten waren es damals, auf hunderttausend hoffen die Veranstalter heute.
Dreihunderttausend Demonstranten waren es damals, auf hunderttausend hoffen die Veranstalter heute.
Larry Downing, Reuters
Die Rede des Pastors und Bürgerrechtlers Martin Luther King aus Atlanta war 1963 der Abschluss des «Marschs auf Washington für Jobs und Freiheit». Heute steht in Washington ein Denkmal, das an ihn erinnert.
Die Rede des Pastors und Bürgerrechtlers Martin Luther King aus Atlanta war 1963 der Abschluss des «Marschs auf Washington für Jobs und Freiheit». Heute steht in Washington ein Denkmal, das an ihn erinnert.
EPA/Michael Reynolds
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50 Jahre nach dem «Marsch auf Washington» für die Gleichberechtigung der Schwarzen haben sich in der US-Hauptstadt Tausende Amerikaner versammelt, um an das historische Ereignis zu erinnern.

Zugleich wollten sie darauf aufmerksam machen, dass es trotz vieler Fortschritte auch heute noch in den USA Diskriminierungen ethnischer Minderheiten gibt. Ausserdem protestieren sie gegen Waffengewalt, Armut und Arbeitslosigkeit werden.

Jesse Jackson: «Träumt weiter»

Zahlreiche Bürgerrechtsinitiativen hatten zu der Demonstration am Samstag aufgerufen. Sie hofften auf bis zu 100'000 Teilnehmer. Vor 50 Jahren waren es 250'000. «I have a dream» – Ich habe einen Traum – hatte der schwarze Baptistenprediger Martin Luther King den Menschen bei dem Marsch am 28. August 1963 zugerufen.

Die Worte wurden zum Symbol des Kampfes gegen die Trennung von Schwarzen und Weissen. King wurde nur 39 Jahre alt. Der Rassist James Earl Ray erschoss den Friedensnobelpreisträger am 4. April 1968 in Memphis auf dem Balkon eines Motels.

Der schwarze Bürgerrechtler Jesse Jackson knüpfte am Samstag an die historische Rede an. «Träumt weiter», rief er den Anwesenden vor dem Lincoln-Denkmal zu. Dort hatte auch Martin Luther King gesprochen.

Rede Obamas am Mittwoch

Kings Sohn Martin Luther King III. forderte in einer Ansprache am Fusse des Lincoln Memorial weitere Anstrengungen zur Überwindung von Rassismus und Ungleichheit. Die eigentliche Zeremonie findet am kommenden Mittwoch statt, dem Jahrestag der Rede vom 28. August 1963. Für «nostalgisches Gedenken» sei heute nicht der richtige Zeitpunkt, sagte Martin Luther King III. «Die Arbeit ist nicht erledigt. Die Reise nicht beendet. Wir können und müssen mehr tun.» Kings Sohn hielt seine Ansprache auf derselben Stufe am Lincoln Memorial, auf er auch sein Vater vor 50 Jahren stand. Am Mittwoch will auch US-Präsident Barack Obama eine Rede am selben Ort halten.

«Vor 50 Jahren stand mein Vater an diesem geheiligten Ort und Gottes Geist sprach durch ihn», sagte Martin Luther King III. In Anspielung auf den von King angeführten «Marsch auf Washington für Jobs und Freiheit» sagte Justizminister Eric Holder: «Ihr Marsch ist jetzt unser Marsch, und er muss weitergehen.» Zu der Kundgebung am Samstag am Lincoln Memorial wurden nach Angaben der Organisatoren insgesamt 150'000 Teilnehmer erwartet.

SDA/mw

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