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Staatsanwalt fordert 60 Jahre Haft für Manning

Der Wikileaks-Informant habe es verdient, die meiste Zeit seines Lebens in Haft zu verbringen, sagt die US-Staatsanwaltschaft.

Ihr wurde im Gefängnis eine Geschlechtsumwandlung erlaubt: Die 2013 als Bradley Manning verurteilte Chelsea Manning. (Archivbild)
Ihr wurde im Gefängnis eine Geschlechtsumwandlung erlaubt: Die 2013 als Bradley Manning verurteilte Chelsea Manning. (Archivbild)
U.S. Army/AP, Keystone
Ihm drohten bis zu 90 Jahre Haft – nun muss er 35 Jahre ins Gefängnis: Bradley Manning wird in in Fort Meade ins Gerichtsgebäude geführt. (19. August 2013)
Ihm drohten bis zu 90 Jahre Haft – nun muss er 35 Jahre ins Gefängnis: Bradley Manning wird in in Fort Meade ins Gerichtsgebäude geführt. (19. August 2013)
Reuters
Manning soll Wikileaks ein Video zugespielt haben, das den Angriff eines Kampfhubschraubers auf einen Fotografen der Nachrichtenagentur Reuters und seinen Fahrer im Jahr 2007 zeigt.
Manning soll Wikileaks ein Video zugespielt haben, das den Angriff eines Kampfhubschraubers auf einen Fotografen der Nachrichtenagentur Reuters und seinen Fahrer im Jahr 2007 zeigt.
Keystone
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Die US-Staatsanwaltschaft hat 60 Jahre Gefängnis für den verurteilten Wikileaks-Informanten Bradley Manning gefordert. Manning habe schwerwiegende Straftaten begangen und verdiene es, die meiste Zeit seines Lebens in Haft zu verbringen, argumentierte Staatsanwalt Joe Morrow bei einer Anhörung vor einem Militärgericht in Maryland.

Die Verteidigung warb für ein ausgewogenes Verhältnis von Strafe und Rehabilitierung. Eine Haftstrafe dürfe 25 Jahre nicht überschreiten, empfahl Anwalt David Coombs der Richterin. Zur Begründung brachte vor, dass Mannings psychischer Zustand vom Militär falsch eingeschätzt worden sei und Manning bereits Entgegenkommen gezeigt habe, als er im Februar seine Bereitschaft für eine 20-jährige Gefängnisstrafe signalisiert habe.

Gericht berät ab Dienstag

Über das Strafmass will das Gericht ab Dienstag beraten. Manning war Ende Juli unter anderem wegen Spionage und Diebstahls schuldig gesprochen worden. Dem jungen US-Soldaten drohen nun bis zu 90 Jahre Haft, weil er rund 700 000 vertrauliche Dokumente an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergegeben hat. Coombs argumentierte diesbezüglich, die Geheimhaltungspflicht der weitergegebenen Dokumente laufe in 25 Jahren aus.

Im Hauptanklagepunkt «Unterstützung des Feindes» wurde Manning freigesprochen.

SDA/kpn

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