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Santos spendet Nobel-Preisgeld an Konflikt-Opfer

Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos hat verkündet, dass er den Betrag an die Opfer des Bürgerkriegs weitergeben wird.

Er setzt sich für den Frieden ein: Santos hält nach der Vergabe des Nobelpreises eine Rede vor dem Präsidentenpalast in Bogota. (7. Oktober 2016).
Er setzt sich für den Frieden ein: Santos hält nach der Vergabe des Nobelpreises eine Rede vor dem Präsidentenpalast in Bogota. (7. Oktober 2016).
Juan David Tena, AFP

Nach einem Gespräch mit seiner Familie beschloss Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos, die umgerechnet rund 908'000 Franken den Opfern des Konflikts im Land zur Verfügung zu stellen.

Das sagte Santos am Sonntag nach einem Gottesdienst für Bürgerkriegsopfer in Bojaya im Nordwesten des Landes. Santos war am Freitag für seinen Einsatz für einen Friedensschluss mit der Guerillaorganisation Farc nach mehr als 50 Jahren Bürgerkrieg mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

Friedensvertrag scheiterte bei Volksabstimmung

Der kolumbianische Präsident hatte in jahrelangen Verhandlungen einen Friedensvertrag mit der Farc-Guerilla ausgehandelt, allerdings war dieser am vergangenen Sonntag in einer Volksabstimmung mit einer knappen Mehrheit von der Bevölkerung abgelehnt worden.

Die Farc hatte 1964 im Kampf gegen Grossgrundbesitzer und die Regierung zu den Waffen gegriffen. Im Konflikt waren neben der Armee auch andere linke Guerillagruppen, rechte Paramilitärs und die Drogenmafia verwickelt. Insgesamt wurden in dem mehr als ein halbes Jahrhundert währenden Konflikt mehr als 260'000 Menschen getötet.

SDA/sep

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